Technik

Schluss mit dem PixelwahnKameras immer schlechter

20.11.2008, 15:25 Uhr

Kaum eine neue Digitalkamera glänzt mit guter Bildqualität. In der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift "test" erhielt keines der 14 geprüften Modelle das Urteil "gut".

Kaum eine Digitalkamera der jüngeren Generation kann noch durch gute Bildqualität überzeugen. In der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift "test" erhielt keines der 14 geprüften Modelle das Urteil "gut". Statt dessen erreichten die Digitalkameras, unabhängig vom Preisniveau, lediglich Noten von "befriedigend" bis "ausreichend".

Ältere Modelle besser

Mit diesem katastrophalen Ergebnis setzt sich nach Angaben der Stiftung Warentest der Abwärtstrend weiter fort: Im gesamten Jahr 2008 mit über hundert geprüften Kompaktkameras wurde keiner einzigen eine gute Bildqualität attestiert. Die Tester empfehlen, auf der Suche nach einer Kamera mit guter Bildqualität auf ältere Modelle zurückzugreifen, die im Internethandel oft schon für unter 200 Euro zu erstehen sind.

Zu viele Pixel verderben das Bild

Zwar haben die Kameras der aktuellen Generation noch mehr Pixel und noch höhere Zoomfaktoren, und manche bieten hochauflösende Videos mit passenden HDMI-Anschlüssen. Doch all diese Extras sind laut "test" der Bildqualität selten zuträglich. Höhere Pixelzahlen, also eine größere Auflösung, verstärken zum Beispiel Bildstörungen. Dies wirke sich negativ bei ungünstigen Lichtverhältnissen etwa in der Dämmerung aus. In den Kameras eingebaute Mittel, die die Bilder zum Beispiel digital nachschärfen, gehen zu Lasten der Qualität.