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Sicher fliegen, schnell laden So erkennt man gute Powerbanks

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Moderne Powerbanks können auch drei Geräte gleichzeitig laden.

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Powerbanks sind unterwegs sehr nützlich, aber sie können auch zur Gefahr werden, zum Beispiel im Flugzeug. n-tv.de erklärt, was bei Flugreisen zu beachten ist und wie man gute Akkupacks erkennt.

Immer wieder kommt es vor, dass in einem Flugzeug Batterien in Brand geraten. Dabei handelt es sich nicht immer um die Akkus von Smartphones - auch sogenannte Powerbanks oder Akkupacks, die zum Wiederaufladen mit dem Smartphone verkabelt sind, können in Flammen aufgehen. Zuletzt musste eine Ryanair-Maschine evakuiert werden, weil ein Handy brannte, das an eine Powerbank angeschlossen war. Welche Regeln gelten im Flugzeug und worauf muss man beim Kauf von Powerbanks achten?  

In Akkupacks stecken die gleichen Lithium-Batterien, wie sie auch in Smartphones, Tablets oder Notebooks zum Einsatz kommen. Solange diese tadellos funktionieren, droht keine Gefahr. Defekte Lithium-Zellen können sich aber stark erhitzen, in Brand geraten und sogar explodieren. Deshalb verbieten die meisten Airlines Lithium-Batterien im Aufgabegepäck. Wenn im Gepäckraum ein Akku in Brand gerät, ist das ganze Flugzeug in Gefahr, rechtzeitiges Löschen ist während des Flugs unmöglich, berichtet "Bloomberg" unter Berufung auf Untersuchungen der US-Luftfahrtbehörde. Demnach könnten sich die Batteriefeuer mit leicht entflammbaren Stoffen aus Sprüh-Deos oder Haarsprays verbinden. Das in Laderäumen von Flugzeugen eingesetzte flammenhemmende Gas sei in diesem Fall wirkungslos.

Powerbank ins Handgepäck

Geräte mit Lithium-Akkus gehören also ins Handgepäck. Jede Airline hat hier etwas andere Bestimmungen und Beschränkungen. Oft gilt eine Nennleistungsgrenze von 100 Wattstunden (Wh) pro Batterie. Dieser Wert findet sich so zwar nur selten auf dem Gerät selbst. Man kann ihn aber mit einer einfachen Formel errechnen: Spannung (V) * Kapazität (Ah) = Energie (Wh). Ein Lithium-Ionen-Akku hat eine Nennspannung von 3,6 oder 3,7 Volt. Ein Akku mit einer Kapazität von 10.000 Milliamperestunden (mAh) (entspricht 10 Amperestunden, Ah) hat demnach eine Leistung von 36 oder 37 Wh. Die Obergrenze ist also in der Regel erst bei einer Kapazität von 27.000 mAh oder mehr erreicht. In jedem Fall empfiehlt sich vor Reiseantritt ein Blick in die Handgepäckbestimmungen der jeweiligen Airline.

Wer eine Powerbank kauft, sollte aber nicht nur an Handgepäckbestimmungen denken. Ein Blick ins Datenblatt lohnt sich in jedem Fall, denn nicht jedes günstige Angebot ist auch gleich gut. Wichtig ist natürlich die Kapazität des Akkupacks, die meistens in Milliamperestunden (mAh) angegeben wird. Hier gilt: je mehr, desto besser. Eine Powerbank mit 10.000 mAh und mehr kann einen Akku auch mehrfach aufladen, bevor sie selbst wieder ans Stromnetz muss. 4000 mAh etwa reichen dagegen oft selbst für eine volle Ladung nicht aus, denn Powerbanks können nicht ihre gesamte Kapazität auch ans Smartphone weitergeben.

Auf Stromstärke achten

Mindestens genauso wichtig ist die Stromstärke, die in Ampere (A) angegeben wird. Dieser Wert verrät, wie schnell ein Akku geladen wird. Beim Output sollte ein Akkupack bei einer Spannung von 5V mindestens 2A bieten, sonst wird das Nachladen zur Geduldsprobe. Aktuelle Geräte haben oft 3A und mehr. Nützlich sind zudem mehrere Anschlüsse, damit man auch zwei oder mehr Geräte zeitgleich laden kann.

Zukunftssicher ist ein USB-C-Steckplatz, manche Geräte haben gleich passende Stecker für USB-A-, USB-C- oder Lightning-Anschlüsse. Ein Input mit hoher Amperezahl (etwa 2A) sorgt zusätzlich dazu, dass die Powerbank selbst wieder schnell voll ist - vorausgesetzt, sie hängt an einem entsprechend leistungsstarken Netzteil.

Besonders wichtig: Beim Kauf einer Powerbank sollte man immer auf ein Prüfsiegel achten, das Sicherheit und Qualität gewährleistet. Dazu gehören zum Beispiel das in der EU vorgeschriebene Prüfsiegel CE, das GS-Siegel oder ein Kennzeichen vom TÜV. Um Powerbanks ohne Prüfsiegel sollten Nutzer einen Bogen machen, auch wenn das Angebot noch so verlockend ist oder es sich um ein Werbegeschenk handelt.

Quelle: n-tv.de

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