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Stiftung Warentest glotzt im Labor Das sind die besten Fernseher

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Samsung-Fernseher machten bei Stiftung Warentest den Sieg unter sich aus.

(Foto: picture alliance / dpa)

Stiftung Warentest untersucht 18 aktuelle Fernseher auf Herz und Nieren. Die Geräte locken zwar oft mit innovativen Etras wie Gesten- oder Sprachsteuerung, aber letztendlich sollen sie vor allem bei Bild und Ton überzeugen. Doch das können nur vier der getesteten Fernseher.

Nachdem Internetnutzung und 3D bei Fernsehern schon fast Standard sind, wollen die Hersteller ihre Geräte jetzt vor allem durch neue Steuerungstechniken attraktiver machen. Doch wie Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift "Test" schreibt, sind Sprach- oder Gestensteuerung noch viel zu unausgereift, um die gute alte Fernsteuerung abzulösen. Wichtiger ist außerdem, dass die Geräte ein tolles Bild und einen satten Ton liefern. Aber gerade bei den Kernfunktionen zeigten 14 von 18 Fernsehern im Test deutliche Schwächen.

Qualität hat ihren Preis

Großer Testsieger ist Samsung, der die vier vorderen Plätze belegt. Bei den LCD-Fernsehern mit einer Bilddiagonale von zirka 80 cm schnitt nur ein Samsung-Modell mit "Gut" ab, bei der Bildschirmdiagonale 102 bis 107 Zentimeter belegten gleich drei Modelle des koreanischen Elektronikriesen die vorderen Plätze. Alle punkteten mit ihrem "guten" Bild.

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Testsieger Samsung UE40ES7090 zeigt vor allem bei HD-Sendern seine Bildstärke.

(Foto: Samsung)

Bester Fernseher in der 80-Zentimeter-Klasse ist der Samsung UE32ES6710, der mit der Gesamtnote 2,1 abschnitt. Stiftung Warentest attestiert ihm ein gutes Bild auch mit Standardeinstellungen und ist mit seinem Ton zufrieden. Digitale Sendungen lassen sich auf externen Speichern aufzeichnen und das Gerät ist gut geeignet für die Internetnutzung. Der Fernseher ist zwar auch das teuerste Gerät der Gruppe, für rund 700 Euro liefert Samsung aber auch zwei 3D-Shutterbrillen mit.

Noch besser schnitt der Testsieger bei den Geräten mit großer Bildschirmdiagonale ab. Der mit der Note 1,9 bewertete Samsung UE40ES7090 bietet ein gutes bis sehr gutes Bild. Er lässt sich mit Gesten und durch Sprache steuern, ist stark im Internet und hat eine Aufnahmefunktion. Das Gerät kostet zwar knapp 1400 Euro, dafür packt Samsung aber immerhin zwei Shutterbrillen und eine Zweitfernbedienung mit dazu. Der fast 1600 Euro teure Samsung UE40ES8090 ist ebenso gut. Er unterscheidet sich nur durch ein Edelstahlgehäuse vom UE40ES7090.

Günstiger, aber mit der Gesamtnote von 2,2 kaum schlechter ist der Samsung UE40ES6710 (825 Euro). Er zeigt laut Stiftung Warentest auch in den Standardeinstellungen schon ein gutes Bild, klingt gut, kann digitale Sendungen aufzeichnen und das Internet nutzen. Zwei 3D-Brillen gehören zum Lieferumfang. Die Tester stellten bei dem Fernseher allerdings einen recht knappen Betrachtungswinkel fest. Wer zu weit seitlich sitzt, sieht ein dunkleres Bild mit schwachem Kontrast.

Der drittplazierte Sony KDL-40HX755 hat eine bessere Note als 2,3 verpasst, weil er bei der 3D-Darstellung schwächelte. Bei geneigtem Kopf schwinde der Effekt, schreibt Stiftung Warentest. Außerdem liefert Sony für das 915 Euro teure Gerät keine Shutterbrille mit. Ansonsten stellten die Tester ein gutes Bild, das auch bei schnellen Bewegungen flüssig aufgebaut wird, fest. Punkten konnte der Sony auch mit vielseitigen Aufnahmemöglichkeiten.

Quelle: n-tv.de, kwe

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