Technik
Auch das Thunderbird-Logo hat Mozilla aufgefrischt.
Auch das Thunderbird-Logo hat Mozilla aufgefrischt.(Foto: Mozilla)
Mittwoch, 08. August 2018

Mozilla erneuert E-Mail-Programm: Thunderbird 60 ist besser und moderner

Mozilla veröffentlicht Thunderbird 60. Die neue Version des kostenlosen E-Mail-Programms bekommt neue Funktionen und einen frischen Look.

Mozilla hat sein beliebtes E-Mail-Programm Thunderbird umfangreich erneuert und bietet jetzt Version 60 an. Mit der neuen Software kommen zahlreiche Verbesserungen im Hintergrund und einige sichtbare Änderungen - darunter eine neu gestaltete Benutzeroberfläche.

Neues Design

Mit Thunderbird 60 führt Mozilla das sogenannte Photon-Interface ein, das auch schon beim Firefox-Browser seit Version 57 zum Einsatz kommt. Teil der Photon-Benutzeroberfläche sind ein helles und ein dunkles Theme. Tabs sind bei dem neuen Interface eckig, die Titelleiste kann je nach Bedarf ein- und ausgeblendet werden. Auch das Logo hat Mozilla erneuert und sich dabei am Design für Firefox Quantum orientiert.

Zu den erneuerten Funktionen gehört unter anderem eine bessere Verwaltung von Entwürfen und Mail-Anhängen - Nutzer können sie vor dem Abschicken per Tastenkombination oder Drag and Drop sortieren. In Entwürfen ist zudem immer ein Teil des Anhangs sichtbar. Das soll verhindern, dass man aus Versehen Anhänge verschickt. Empfänger können beim Schreiben einer Mail per Delete-Button wieder aus den Feldern "An:", "CC:" oder "BCC:" entfernt werden.

Wie oft sich der Mail-Eingangsordner aktualisiert, können Nutzer jetzt selbst festlegen. Auch an der Kalenderfunktion hat Mozilla geschraubt und unter anderem den Umgang mit wiederkehrenden Terminen optimiert - diese können mit Thunderbird 60 als Gruppe bearbeitet werden.

Nur mit angepassten Erweiterungen

Zusätzlich zu den sicht- und spürbaren Verbesserungen hat Mozilla auch unter der Haube viel angepasst und repariert - die englischsprachige Liste mit den Änderungen ist lang, eine Übersicht mit den wichtigsten Punkten bietet Mozilla ebenfalls bisher nur auf Englisch an. Was manchen Nutzern nicht gefallen dürfte: Thunderbird 60 unterstützt nur Erweiterungen, die ausdrücklich mit Version 60 kompatibel sind. Entwickler müssen ihre Plug-Ins und Add-Ons also an das neue Thunderbird anpassen oder sie zumindest als kompatibel kennzeichnen. Außerdem setzt das neue Thunderbird als Mindestanforderungen ans Betriebssystem mindestens Windows 7, MacOS 10.9 oder Linux GTK 3.4 voraus.

Wer eine ältere Version nutzt, zum Beispiel das aktuelle Thunderbird 52, bekommt das Update nicht automatisch, bisher gibt es die neue Thunderbird-Software nur zum Direkt-Download von den Mozilla-Servern. Der ist aber wie immer kostenlos.

Quelle: n-tv.de