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Änderung des Strafgesetzbuches geplantAmnesty fordert Algerien auf, Pläne zur Wiederaufnahme von Hinrichtungen aufzugeben

15.09.2026, 20:40 Uhr
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Algerien hat seit 1993 keine Todesurteile mehr vollstreckt. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Amnesty International hat die algerische Regierung aufgefordert, ihre Pläne zur Wiederaufnahme von Hinrichtungen nach mehr als 30 Jahren faktischer Aussetzung "umgehend" aufzugeben.

Stattdessen sollte die Regierung ein offizielles Hinrichtungs-Moratorium als "ersten Schritt zur vollständigen Abschaffung der Todesstrafe" beschließen, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Dienstag.

Nach verheerenden Waldbränden im Sommer hatte Algeriens Präsident Abdelmadjid Tebboune im August den Justizminister angewiesen, das Strafgesetzbuch zu ändern und die Todesstrafe bei vorsätzlicher Brandstiftung einzuführen. Auch bei Kindesmissbrauch und Kindesentführungen sollte ihm zufolge künftig die Todesstrafe möglich sein. Derzeit arbeitet die algerische Regierung an einer entsprechenden Änderung des Strafgesetzbuches.

Das nordafrikanische Land hat seit 1993 keine Todesurteile mehr vollstreckt. Zwar wurden seitdem mehrere Todesurteile verhängt, zum Beispiel in Terrorprozessen, zu Hinrichtungen kam es aber nie.

Bei Bränden im Nordosten des Landes waren offiziellen Angaben zufolge im August zwölf Menschen ums Leben gekommen. Amnesty geht dagegen von "deutlich höheren Opferzahlen" aus. Viele der Brände wurden der Regierung zufolge vorsätzlich gelegt.

Quelle: ntv.de, AFP

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