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DIW sieht ErholungDeutsche Wirtschaft fasst langsam wieder Fuß

27.08.2026, 11:41 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Das Berliner DIW-Institut rechnet mit einer allmählichen Erholung der deutschen Wirtschaft.

"Das in den vergangenen Monaten schwankende DIW-Konjunkturbarometer spiegelt das insgesamt instabile konjunkturelle Bild wider – so langsam scheint die deutsche Wirtschaft aber Fuß zu fassen", sagte DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik am Donnerstag. Die Anzeichen für eine Belebung mehrten sich. So hätten die Exporte zuletzt einen Höchstwert erreicht, besonders die Nachfrage nach Gütern "Made in Germany" aus dem europäischen Ausland sei robust. Zudem habe die Wirtschaftsleistung im Frühjahrs-Quartal von April bis Juni unerwartet kräftig um 0,3 Prozent zugelegt.

Nach dem deutlichen Rückgang im Juli stieg das DIW-Barometer im August um gut fünf auf nun 96,4 Zähler. Es kommt damit der neutralen 100-Punkte-Marke, die ein durchschnittliches Wachstum der deutschen Wirtschaft anzeigt, wieder näher.

Trotz des leichten Aufwärtstrends haben sich dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge die Belastungsfaktoren kaum verringert. "Die geopolitischen Risiken – allen voran die Spannungen am Persischen Golf – halten an." Während die Militärangriffe zuletzt zurückgefahren worden seien, drohe nun ein Wirtschaftskrieg zwischen den USA und dem Iran. Der Ölpreis sei wieder gestiegen und treibe Energiekosten und Inflation in die Höhe. Hinzu kommen die infolge des Hitzesommers niedrigen Pegelstände auf wichtigen deutschen Wasserstraßen, die Transportmengen einschränkten und Rohstofftransporte verteuerten. "Die deutsche Wirtschaft präsentiert sich in diesem Jahr insgesamt stabiler als erwartet, steht aber noch auf einem unsicheren Fundament", betonte Dany-Knedlik.

In der deutschen Industrie scheine das langanhaltende Tief mittlerweile überwunden, erklärten die Regierungsberater des DIW. Bei den Dienstleistungen sei die Stimmung ebenfalls vorsichtig optimistisch, geprägt vor allem von besseren Aussichten in den unternehmensnahen Bereichen. "Die konsumnahen Dienstleistungen bleiben angesichts der weiter trüben Verbraucherlaune dagegen gedämpft."

Quelle: ntv.de, rts

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