Im vergangenen Jahr Deutschland installiert weniger Industrieroboter

Während die Zahl der neu installierten Industrieroboter hierzulande sinkt, treiben China und die USA die Automatisierung voran.
In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 24.800 neue Industrieroboter installiert, wie die International Federation of Robotics (IFR) in Frankfurt mitteilte, das entspreche 41 Prozent aller Anlagen in der Europäischen Union. Zugleich sei die Zahl der Neuinstallationen um acht Prozent zurückgegangen.
"Die industrielle Automation in Deutschland ist auf hohem Niveau", sagte Jane Heffner, die Präsidentin der IFR. Deutschland liege bei den jährlichen Installationen hinter der Republik Korea, Japan, den Vereinigten Staaten und China weltweit an fünfter Stelle. Der Rückgang hierzulande sei hauptsächlich auf die sinkende Nachfrage aus dem verarbeitenden Gewerbe zurückzuführen.
Vor allem die schwache Nachfrage aus der deutschen Autoindustrie bremse die Entwicklung, so die IFR. Zwar bleibe die Branche mit 5.800 neu installierten Robotern und einem Anteil von 23 Prozent der größte Abnehmer von Robotern, 2020 habe ihr Anteil allerdings noch bei 40 Prozent gelegen und gehe seitdem deutlich zurück. Vor allem die schwachen Absätze bei Elektrofahrzeugen sowie politische und wirtschaftliche Unsicherheiten hielten Investitionen zurück. Auch in der metallverarbeitenden Industrie und der Chemie- und Kunststoffindustrie seien die Installationen zurückgegangen.
Für 2026 rechnet die IFR mit einem weiteren Rückgang der Gesamtnachfrage. Ab 2027 dürften die Installationszahlen hingegen wieder steigen. Wachstumspotenzial sehen die Experten vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen.