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Versuchter SprengstoffanschlagEU-Außenbeauftragte Kallas bestellt Russlands EU-Gesandten ein

02.09.2026, 09:34 Uhr
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(Foto: Britta Pedersen/dpa)

EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat wegen des versuchten Sprengstoffanschlags am Leipziger Flughafen den russischen EU-Gesandten in Brüssel einbestellt.

Der Vorfall weise "alle Merkmale von staatlich gefördertem Terrorismus" auf, sagte Kallas vor einem Treffen der EU-Außenministerinnen und -Außenminister in Irland. Die deutsche Bundesregierung hatte Russland für den Anschlagsversuch verantwortlich gemacht und Strafmaßnahmen verhängt.

Am Flughafen Leipzig war am Abend des 4. August eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. In ihrer Nähe befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine im Krieg gegen Russland.

In Leipzig seien Tatmittel verwendet worden, die aus anderen hybriden Operationen Russlands bekannt seien – wie die Drohnenkonfiguration, diverse Bauteile, Sprengstoff und Zündtechnik, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) am Dienstag. Die Vorbereitung der Tat zeichne sich durch ein "hohes Maß an technischer Expertise und erheblichen organisatorischen Aufwand" aus.

Die Bundesregierung kündigte am Dienstag an, als Reaktion das russische Generalkonsulat in Bonn sowie das als Kulturinstitut gegründete Russische Haus in Berlin zu schließen. Die EU-Außenminister wollen in Irland nun über die nächsten möglichen europäischen Sanktionen gegen Russland beraten.

Quelle: ntv.de, AFP

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