Hohe Düngerpreise EU plant weitere 500 Millionen Euro Hilfe für Bauern

Angesichts hoher Düngerpreise infolge des Iran-Kriegs plant die EU-Kommission zusätzliche Hilfen in Höhe von insgesamt rund 500 Millionen Euro für Landwirtinnen und Landwirte.
Mit dem Geld wolle Brüssel "die am stärksten betroffenen Landwirte noch in diesem Jahr unterstützen", sagte EU-Haushaltskommissar Piotr Serafin am Mittwoch in Brüssel. Die Kommission will dafür eine Notfallreserve im EU-Agrarbudget aufstocken.
In der Notfallreserve verbleiben nach Angaben der Kommission derzeit gut 200 Millionen Euro für das laufende Jahr, sie will das Budget um weitere 300 Millionen Euro aufstocken. Nach Kommissionsangaben könnte das gesamte Geld in die Hilfen für Düngemittel fließen. Normalerweise ist die Notfallreserve allerdings auch für Hilfen nach Überschwemmungen oder Dürren vorgesehen.
Der Iran-Krieg hat die Preise für Düngemittel in die Höhe getrieben, weil die Länder der Golfregion wichtige Lieferanten sind. Stickstoffbasierte Düngemittel kosten derzeit rund 460 Euro pro Tonne, im vergangenen Winter waren es noch rund 380 Euro.