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Methan-Regulierung für GasimporteEU schlägt offiziell Aufschub von Klimaregeln vor

14.10.2026, 11:55 Uhr
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(Foto: Michael Kappeler/dpa)

Die EU-Kommission hat ihren Vorschlag für einen Aufschub der EU-Regeln für klimaschädliches Methan bei Öl- und Gasimporten vorgelegt.

Importeure sollen ein Jahr mehr Zeit bekommen, bevor sie den Methanausstoß entlang ihrer Lieferketten überwachen und melden müssen, teilte die Kommission am Dienstag mit. Nun können im Europaparlament und im Rat der 27 EU-Länder die Verhandlungen über den Vorschlag beginnen.

Methan ist nach Kohlendioxid (CO2) der zweitwichtigste Treiber für die weltweite Klimaerwärmung. Das Gas verbleibt kürzer in der Atmosphäre als Kohlendioxid, trägt innerhalb dieser Zeit aber besonders stark zur Aufheizung bei. Das EU-Gesetz verpflichtet Öl- und Gashändler deshalb, entlang ihrer Lieferkette auf den Methanausstoß zu achten.

Ab 2027 gilt das eigentlich auch für internationale Lieferverträge. Importeuren würden ohne den Aufschub hohe Bußgelder drohen, wenn sie sich nicht an die Regeln halten. Laut dem Vorschlag der EU-Kommission soll es für drei Jahre keine Strafzahlungen geben.

Die deutsche Bundesregierung hat sich noch nicht auf eine gemeinsame Position zu den Plänen geeinigt. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) geht der einjährige Aufschub nicht weit genug, sie forderte zuletzt eine Verschiebung um drei Jahre. Umweltminister Carsten Schneider (SPD) will "mittel- und langfristig" hingegen nicht an den Vorgaben rütteln.

Quelle: ntv.de, AFP

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