"Aktuell analysieren wir die Situation"Flughafen Luxemburg stellt Betrieb wegen Drohnenvorfall vorübergehend ein

Wegen eines Drohnenvorfalls hat der Flughafen Luxemburg seinen Betrieb in der Nacht zum Samstag kurzzeitig eingestellt.
Laut Premierminister Luc Frieden war "während der vergangenen Tage" die Präsenz "potenziell größerer Drohnen" im Luftraum des Landes beobachtet worden. Der Vorfall werde nun von den Behörden untersucht, sagte Frieden nach einer Krisensitzung mit dem Verteidigungs- und Innenminister des Landes. Dabei arbeiteten diese auch mit anderen Nato-Mitgliedstaaten zusammen.
Die vorübergehende Einstellung des Betriebs sei eine Vorsichtsmaßnahme gewesen, erklärte der Flughafen. Laut der nationalen Fluggesellschaft Luxair waren mehr als 1800 Passagiere betroffen. 17 ankommende Flüge wurden demnach auf Flughäfen wie Brüssel, Paris und Frankfurt umgeleitet.
Es sei noch zu früh zu sagen, woher die Drohnen stammten, betonte Premierminister Frieden. "Aktuell analysieren wir die Situation." Für Luxemburg sei die Situation neu - "nicht aber für unsere Nachbarländer", sagte der Premierminister.
Anfang August war am Flughafen Leipzig eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden, in deren Nähe sich ukrainische Frachtflugzeuge befanden. Die Bundesregierung macht Russland für den Anschlagsversuch verantwortlich.
In Irland war Anfang September kurz vor einem Besuch von US-Präsident Donald Trump eine Drohne über der Ostküste gesichtet worden. Bereits im vergangenen Jahr gab es Drohnensichtungen über sensiblen Standorten auch in Belgien und Dänemark. In Europa besteht seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine die Angst vor hybriden Angriffen durch Russland.