Kurznachrichten

EU und Philippinen einigen sich: Freihandelsabkommen soll Zölle senken und Marktzugang verbessern

22.09.2026, 10:26 Uhr
image
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, gratulierte dem Handelskommissar zum verhandelten Abkommen. (Archivbild)

Die Europäische Union und die Philippinen haben sich laut EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf ein Freihandelsabkommen verständigt.

Das Abkommen, zu dem nach dieser grundsätzlichen Einigung manche Punkte noch verhandelt werden müssen, soll unter anderem Zölle auf beiden Seiten abbauen und den Marktzugang verbessern, wie die EU-Kommission mitteilte.

Die Philippinen mit ihren 113 Millionen Einwohnern seien ein wichtiger Markt für EU-Exporteure. Europäische Unternehmen exportieren demnach besonders viele Maschinen, Transportmittel, Arzneimittel und medizinische Geräte. Auch unter anderem für Schweinefleisch aus der EU soll es Zollerleichterungen geben.

EU-Handelskommissar Maros Sefcovic sagte in Brüssel: "Wir haben vereinbart, über 94 Prozent der Zolltarifpositionen zu liberalisieren, die mehr als 97 Prozent der Waren auf beiden Seiten abdecken." Er verwies auf Chancen für viele europäische Unternehmen, auch Landwirte. "Zudem sorgt dies für stärkere und diversifiziertere Lieferketten in einer Zeit, in der Widerstandsfähigkeit zu einer strategischen Priorität geworden ist - Halbleiter sind hierfür ein deutliches Beispiel. Neues Investitionspotenzial ergibt sich im Bereich der erneuerbaren Energien, in dem die Philippinen den Ausbau ihrer Kapazitäten vorantreiben möchten." Das Abkommen sei zudem ein klares Signal, dass die EU ihr Engagement im indopazifischen Raum verstärke.

Mit dem verhandelten Abkommen wird laut der Brüsseler Behörde auch erstmals der philippinische Markt für öffentliche Aufträge für ausländische Bieter geöffnet. Zudem gebe es unter anderem Regelungen zu Nachhaltigkeit, Schutzstandards, Energie und Rohstoffen und zum Schutz Hunderter europäischer Lebensmittel mit geschützter Herkunftsbezeichnung.

Quelle: ntv.de, dpa

Regionales