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20 Prozent niedrigerGroßbritannien: Neuer Premierminister Burnham kündigt auch geringere Pub-Steuer an

23.07.2026, 10:46 Uhr
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(Foto: Henry Nicholls/Pool AFP/AP/dpa)

In Zeiten hoher Inflation greift der neue britische Premier Andy Burnham Pubs und Clubs mit einer niedrigeren Gewerbesteuer unter die Arme.

Er kündigte an, diese Steuer ab April 2027 um 20 Prozent zu senken. Dies soll auch für Live-Musik-Veranstaltungsorte gelten. Der Vorstoß ist Teil seines Vorhabens, den Kostendruck auf Haushalte und Unternehmen abzumildern. Die Teuerungsrate auf der Insel ging zwar im Juni zurück, liegt mit 2,6 Prozent aber noch deutlich über der Stabilitätsmarke der Zentralbank von 2,0 Prozent. Die Bank of England rechnet zudem damit, dass die Inflation im laufenden Sommerquartal auf drei Prozent ansteigen könnte.

Vor diesem Hintergrund hat sich der neue Premierminister vorgenommen, gezielt für Entlastung zu sorgen: "Zu lange haben Regierungen tatenlos zugesehen, wie beliebte Lokale aus unseren Ortskernen verschwanden. Das ändere ich heute", erklärte Burnham. Für einen typischen britischen Pub sind nach seinen Worten mit der Steuersenkung im kommenden Jahr Einsparungen von rund 1100 Pfund (rund 1290 Euro) drin. Sie soll fast 32.000 Lokalen zugutekommen. Die Maßnahme kostet die Regierung jährlich rund 100 Millionen Pfund.

Obwohl es sich um vergleichsweise geringe Summen handelt, versucht der neue Labour-Premierminister zu zeigen, dass die Regierung die Lebenshaltungskosten rasch senken kann. Sein unpopulärer Vorgänger Keir Starmer hatte die ersten Monate seiner Amtszeit vor allem damit verbracht, Gutachten zu möglichen politischen Änderungen in Auftrag zu geben. Die Senkung der Gewerbesteuer folgt auf Burnhams Entscheidung, eine Abgabe auf Stromrechnungen für Privathaushalte zu streichen, sowie auf die Einführung einer Obergrenze für Busfahrpreise. 

Quelle: ntv.de, rts

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