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Kämpfe im Jemen eskalierenHuthi-Miliz feuert mehr als ein Dutzend Raketen auf Regierungstruppen

03.09.2026, 15:48 Uhr
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Im Zuge des Iran-Kriegs spitzt sich auch der Bürgerkrieg im Jemen immer weiter zu.

Heute kam es in der Provinz Tais erneut zu schweren Gefechten zwischen der Huthi-Miliz und Truppen der international anerkannten Regierung. Aus Militärkreisen hieß es, die Miliz habe mehr als ein Dutzend Raketen auf Ziele der Regierungstruppen an der Küste zum Roten Meer geschossen.

Die Armee schoss dem staatlichen Fernsehsender Saba TV zufolge mehrere Drohnen ab. Der Sender berichtete von "heftigen Kämpfen" an mehreren Fronten im Westen von Tais. Mehrere Regierungssoldaten wurden örtlichen Berichten zufolge getötet.

Im Jemen kämpfen die vom Iran unterstützten Huthi seit mehr als zehn Jahren gegen die Regierung, die von Saudi-Arabien unterstützt wird. Seit 2022 herrschte eine inoffizielle Waffenruhe und der Krieg schien wie eingefroren. Es gab keine größeren Gefechte, aber auch keine Aussicht auf ein Kriegsende. "Kein Krieg, kein Frieden", fasste die britische Jemen-Expertin Helen Lackner zusammen.

Im Juli kam es dann zu neuen Luftangriffen in der Hauptstadt Sanaa, die von den Huthi kontrolliert wird, und seitdem zunehmend zu neuen Gefechten in Tais und den Provinzen Marib und Hudaida. "Im Jemen herrscht wieder Krieg", schrieb die Denkfabrik Crisis Group bei X.

Die Huthi griffen mit Raketen und Drohnen unter anderem den Hafen Mokka nahe der Meerenge Bab al-Mandab an. Sollten die Huthi die Stadt einnehmen, könnten sie auch Handelsschiffe in der Meerenge noch stärker beschießen oder den Verkehr dort mit Sprengstoff-Booten zum Erliegen bringen. Der Bab al-Mandab ist wie die Straße von Hormus für den Welthandel von großer Bedeutung.

Die Miliz hatte im Juli eine Blockade der Schifffahrt für Saudi-Arabien verkündet. Seitdem griffen die Huthi mindestens drei Schiffe an, zwangen weitere Schiffe in der Region zu Kursänderungen und griffen auch den Süden des Nachbarlands Saudi-Arabien wieder an.

Quelle: ntv.de, dpa

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