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Tarifverhandlungen in NRWIG Metall droht mit Warnstreiks ab November

05.10.2026, 14:24 Uhr
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Die IG Metall in Nordrhein-Westfalen hat vor den Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie ihre Bereitschaft zu Warnstreiks unterstrichen.

"Die Kampfbereitschaft ist deutlich höher als in den Jahren zuvor", sagte NRW-Verhandlungsleiter Knut Giesler am Montag in Düsseldorf. Das liege auch am "relativ aggressiven Auftritt" der Arbeitgeber. "Wir haben unsere Fristen für Eskalationsszenarien innerhalb der IG Metall deutlich verkürzt", fügte er hinzu: "Wir bereiten uns vor (..) für alle Eskalationsschritte."

Die Gewerkschaft fordert in den am Mittwoch beginnenden Gesprächen fünf Prozent mehr Lohn. Zugleich will sie mehr Sicherheit für Arbeitsplätze und Standorte. Bei "Boom-Unternehmen", etwa in der Verteidigungsindustrie, soll es eine tarifliche Gewinnbeteiligung geben. Bei Krisenunternehmen will die IG Metall prüfen, ob die Instrumente für Beschäftigungssicherung und Zukunftsinvestitionen ausreichen. Die Gewerkschaft sei mit ihren Forderungen "maßvoll unterwegs", sagte Giesler. "In NRW muss keiner wegen eines Tarifvertrags Insolvenz anmelden", betonte er. Die Arbeitgeber hatten die Forderung der Gewerkschaft als überhöht zurückgewiesen. Gesamtmetall-Präsident Udo Dinglreiter hatte niedrigere Arbeitskosten gefordert.

Die Verhandlungen über den Flächentarifvertrag beginnen in den Bezirken Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg am Mittwoch, die anderen Tarifgebiete folgen in den Tagen darauf. Bis Ende Oktober könnte es eine zweite Verhandlungsrunde geben. Die Friedenspflicht endet mit dem Auslaufen des aktuellen Tarifvertrages am 31. Oktober - danach sind Warnstreiks möglich.

Quelle: ntv.de, rts

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