9000 Führungskräfte befragtIfo-Index sinkt: "Iran-Krieg beendet vorerst Hoffnung auf einen Aufschwung"

Der Iran-Krieg drückt die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen deutlich.
Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank im März auf 86,4 Punkte, nach 88,4 Zählern im Februar, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter rund 9000 Führungskräften mitteilte. Dies ist der tiefste Stand seit Februar 2025. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 86,1 Punkte gerechnet.
Die Firmen blickten ähnlich skeptisch wie zuletzt auf ihre Lage und, bewerteten ihre Aussichten aber spürbar schlechter. "Der Krieg im Iran beendet vorerst die Hoffnung auf einen Aufschwung", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.
Israel und die USA bombardieren seit dem 28. Februar den Iran, der wiederum die Ölwirtschaft in mehreren Golfstaaten angreift. Das hat die Energiepreise deutlich nach oben getrieben und schürt Sorgen vor anziehender Inflation und Lieferengpässen. Dies bremst die Wirtschaft in Deutschland und der Euro-Zone.
Ökonomen haben bereits ihre Prognosen für die Konjunktur 2026 in Deutschland gesenkt. Eigentlich sollten die Mehrausgaben der öffentlichen Hand für Infrastruktur und Verteidigung der Wirtschaft nach zwei Rezessionsjahren und einem Mini-Wachstum 2025 wieder Schwung verleihen. Je nachdem, wie lange der Nahost-Krieg dauert, dürfte die Erholung spürbar schwächer ausfallen.