0,1 Prozent RückgangIndustrieproduktion im Euroraum erneut gesunken

Die Industrie im Euroraum hat ihre Produktion den zweiten Monat in Folge gedrosselt. Die Fertigung sank im Juli um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat, wie das EU-Statistikamt Eurostat mitteilte.
Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten mit einem Rückgang um 0,2 Prozent gerechnet. Bereits im Juni war die Produktion nach revidierten Daten um 0,1 Prozent gesunken. Verglichen mit dem Vorjahresmonat stagnierte die Industrieproduktion im Juli. Hier hatten Fachleute ein Minus von 0,1 Prozent auf dem Zettel.
Die Betriebe fuhren die Erzeugung von Investitionsgütern, dazu zählen etwa Maschinen und Fahrzeuge, im Juli zum Vormonat um 0,5 Prozent nach oben. Bei Verbrauchsgütern gab es ein Minus von 1,6 Prozent, während die Energieversorger 0,9 Prozent mehr erzeugten. "Insgesamt zeigt die Industrieproduktion im Juli – angesichts des unsicheren geopolitischen Umfelds und des Niedrigwassers im Rhein über den Sommer – zumindest eine relative Widerstandsfähigkeit", sagte Ökonom Iain Simmons vom Analysehaus Oxford Economics.
Die hohen Energiepreise dürften hier zunächst weiter für Druck sorgen. In Deutschland hatten die Unternehmen die Produktion spürbar gedrosselt. Grund dafür war auch ein Sondereffekt in der Autoindustrie, wo es neben den üblichen Werksferien bei Autobauern teilweise zu einer mehrwöchigen Produktionspause kam.