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Sorgen über die ÖlversorgungInsider: Kasachstan halbiert Ölförderung nach Angriffen auf Export-Terminal

27.07.2026, 16:11 Uhr
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Der Preis für Brent-Rohöl sank nach der Pause der US-Angriffe auf den Iran. (Symbolbild) (Foto: Nic Coury/AP/dpa)

Kasachstan hat seine Ölförderung nach der Schließung seines wichtigsten Exportterminals im russischen Teil des Schwarzen Meeres mehr als halbiert.

Kasachstan hat seine Ölförderung nach der Schließung seines wichtigsten Exportterminals im russischen Teil des Schwarzen Meeres mehr als halbiert. Einem Branchen-Insider zufolge brach die Produktion am Sonntag von durchschnittlich 2,16 Millionen Barrel pro Tag im Juni auf rund eine Million ein. Das Terminal des Kaspischen Pipeline-Konsortiums CPC war nach ukrainischen Drohnenangriffen auf Tanker aus Sicherheitsgründen für eine Woche geschlossen worden. Am Montag teilte das kasachische Energieministerium jedoch mit, dass die Ölverladung wieder aufgenommen worden sei. Zwei Tanker würden mit Öl des vom US-Konzern Chevron geführten Konsortiums Tengizchevroil beladen.

Der Vorfall zeigt die extreme Abhängigkeit Kasachstans von Russland für seine Energieexporte. Die CPC-Pipeline ist die mit Abstand wichtigste Exportroute für das zentralasiatische Land, das zu den zehn größten Ölproduzenten der Welt zählt. Mehr als 80 Prozent der kasachischen Ölausfuhren laufen über diese 1500 Kilometer lange Leitung, die vom riesigen Tengiz-Ölfeld in Kasachstan zum russischen Hafen Noworossijsk am Schwarzen Meer führt. Internationale Ölkonzerne wie Chevron und ExxonMobil sind maßgeblich an der Förderung in Kasachstan beteiligt. Chevron teilte mit, man beobachte die Lage. Die Sicherheit des Personals habe oberste Priorität.

Der Produktionsausfall in Kasachstan dürfte die Sorgen über die weltweite Ölversorgung weiter verstärken. Die Lage an den Energiemärkten gilt bereits wegen der faktischen Schließung der Straße von Hormus und Risiken auf anderen wichtigen Seewegen als äußerst angespannt. Die Drohnenangriffe auf das Terminal stehen im Zusammenhang mit dem seit mehr als vier Jahren andauernden Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Die Ukraine will mit den Attacken eine wichtige Einnahmequelle Moskaus für seinen Angriffskrieg lahmlegen. 

Quelle: ntv.de, RS

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