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Drohende Stimmverluste abwendenInsider: Trump-Berater wollen Eskalation des Iran-Kriegs vor US-Wahlen verhindern

02.09.2026, 17:45 Uhr
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Trump warnt den Iran vor weiteren Angriffen.

Führende Berater von US-Präsident Donald Trump wollen Insidern zufolge eine Eskalation des Krieges mit dem Iran vor den Kongresswahlen im November verhindern.

Führende Berater von US-Präsident Donald Trump wollen Insidern zufolge eine Eskalation des Krieges mit dem Iran vor den Kongresswahlen im November verhindern. Damit sollen drohende Stimmenverluste der Republikaner abgewendet werden, sagten vier mit den Diskussionen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die US-Regierung wolle vorerst auf verstärkten wirtschaftlichen Druck setzen, um der Führung in Teheran Zugeständnisse abzuringen. "Wir halten den Druck auf den Iran aufrecht", sagte einer der Insider. "Aber der November hat Vorrang." Nach der Wahl könnten jedoch wieder vermehrt militärische Mittel zum Einsatz kommen. Zu den Befürwortern dieser Strategie gehörten Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio.

Diese Zurückhaltung lässt sich jedoch zunehmend schwer aufrechterhalten, da beide Seiten sich zuletzt wieder gegenseitig beschossen haben. Am Wochenende zerstörten die USA Raketenwerfer auf der iranischen Insel Larak, woraufhin der Iran Raketen in Richtung Jordaniens und der Vereinigten Arabischen Emirate abfeuerte. Am Dienstag griffen die USA weitere iranische Ziele rund um die Straße von Hormus an. Bei diesem schwersten Gewaltausbruch seit Juli wurden im Iran Militärangehörige und Zivilisten getötet. Das US-Militär bezeichnete die Angriffe als Vergeltung für Attacken auf amerikanische Streitkräfte und den Schiffsverkehr in der Region.

Ein unberechenbarer Faktor bleibt Trump selbst. Zwar sei der US-Präsident derzeit nicht an einer Eskalation interessiert, sagten die Insider. Auf seiner Online-Plattform Truth Social drohte Trump dem Iran am Dienstag jedoch mit einem noch härteren Gegenschlag, sollte das Land auf die jüngsten US-Schläge reagieren. Gleichzeitig schränken logistische Probleme den Handlungsspielraum der US-Regierung ein. Einem Medienbericht zufolge warnten die Spitzen der Streitkräfte Verteidigungsminister Pete Hegseth kürzlich davor, dass eine Verlängerung des Krieges die Einsatzbereitschaft des Militärs in anderen Regionen gefährde. Eine taktische Pause könnte den Streitkräften zudem Zeit geben, ihre stark geschrumpften Munitionsbestände wieder aufzufüllen.

Der seit sieben Monaten andauernde Konflikt ist in den USA unpopulär: In einer Reuters/Ipsos-Umfrage von Ende August befürworteten nur 31 Prozent der Befragten den Krieg, während 63 Prozent ihn ablehnten. Besonders die hohen Benzinpreise sorgen bei den Wählern für Unmut. Eine Eindämmung der Kämpfe soll verhindern, dass das Thema vor der Abstimmung am 3. November den Wahlkampf beherrscht, bei der die Republikaner ihre knappen Mehrheiten im Senat und im Repräsentantenhaus verteidigen müssen. Stattdessen verschärft Washington die wirtschaftliche Isolierung des Irans und droht Handelspartnern des Landes mit massiven Sanktionen. Auch verbündete Golfstaaten hatten das Weiße Haus zuletzt zur Deeskalation gedrängt.

Quelle: ntv.de, RTS

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