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Staatsanwalt warntItalien: Mafia will Arsenal mutmaßlich mit Kriegswaffen ausbauen

28.07.2026, 13:33 Uhr
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(Foto: picture alliance / CHROMORANGE)

Die Mafia interessiert sich nach Angaben der italienischen Behörden zunehmend für moderne Kriegswaffen aus dem internationalen Schwarzmarkt.

Es gebe Hinweise auf den Kauf von Drohnen und Minenwerfern, sagte der leitende Staatsanwalt von Palermo auf Sizilien, Maurizio de Lucia, bei einer Anhörung vor der nationalen Anti-Mafia-Kommission in Rom. Nach den Erkenntnissen der Ermittler versucht die insbesondere auf der Mittelmeerinsel Sizilien aktive Cosa Nostra, ihr Waffenarsenal qualitativ aufzurüsten. Zudem gebe es Anzeichen dafür, dass die Mafia an Waffen interessiert sei, die auf dem Schwarzmarkt infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine verfügbar geworden seien, sagte de Lucia.

Es seien zwar Waffen sichergestellt, die aus dem süditalienischen Salento stammten, deren Ursprung jedoch auf dem Balkan liege. Bei den neuen Waffensystemen handle es sich um Waffen, gegen die die Sicherheitsbehörden bislang nicht ausreichend vorbereitet seien, erklärte de Lucia weiter.

Besorgt äußerte sich de Lucia bei der Anhörung auch zur Lage in den Gefängnissen. Mafiosi verfügten oft schon wenige Stunden nach ihrer Inhaftierung über Handys. Dadurch könnten auch Häftlinge, die nicht den verschärften Haftbedingungen für führende Mafia-Bosse unterlägen, ihre kriminellen Organisationen aus dem Gefängnis heraus weiter steuern, sagte der Staatsanwalt.

Dies schwäche nach seinen Worten sowohl die Wirkung der Untersuchungshaft als auch das Vertrauen von Opfern oder Kronzeugen in den Staat. Wer wisse, dass ein angezeigter Mafioso aus dem Gefängnis heraus weiter seinen Clan führen und Straftaten anordnen könne, verliere leichter das Vertrauen in den Schutz durch den Staat und sei eher von einer Anzeige abzuhalten.

Quelle: ntv.de

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