Luftalarm in BahrainJordanien und Kuwait wehren iranische Angriffe ab

Nach den jüngsten US-Angriffen auf den Iran haben Jordanien und Kuwait iranische Angriffe auf ihr Staatsgebiet abgewehrt.
Die jordanische Armee erklärte, sie habe am Donnerstagmorgen drei iranische Raketen abgeschossen, eine vierte sei in unbewohntem Gebiet niedergegangen. Zudem habe sie sechs Drohnen abgeschossen. Die iranischen Revolutionsgarden gaben laut dem iranischen Staatsfernsehen an, US-Militärausrüstung in Jordanien zerstört zu haben. Sie hätten unter anderem Radarsysteme, ein Patriot-Luftabwehrsystem und einen Hubschrauberhangar angegriffen.
Die kuwaitische Armee wehrte nach eigenen Angaben "feindliche Drohnengefahren" ab. Die iranischen Revolutionsgarden reklamierten Attacken auf den in dem Golfstaat gelegenen US-Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salem, das Wüstenlager Udairi und eine Telekommunikationseinrichtung für sich, wie das Staatsfernsehen berichtete.
Auch die iranische Armee gab einen Angriff auf den Stützpunkt Ali al-Salem bekannt, zudem eine Attacke auf die ebenfalls in Kuwait gelegenen Militärstützpunkte Doha und Arifdschan, wie es laut Staatsfernsehen in einer weiteren Erklärung hieß. Es ließ sich zunächst nicht unabhängig überprüfen, ob die angegebenen Ziele getroffen wurden. Die US-Armee bestätigte zunächst keine Angriffe auf ihre Einrichtungen in der Region. In Bahrain wurde nach Angaben des Innenministeriums Luftalarm ausgelöst. Reporter der Nachrichtenagentur AFP hörten Sirenen in der Hauptstadt Manama. Der Golfstaat wurde zuletzt wiederholt vom Iran angegriffen.
Die US-Streitkräfte hatten zuvor nach eigenen Angaben die zwölfte Nacht in Folge Ziele im Iran attackiert. Iranische Staatsmedien berichteten von US-Angriffen in den Städten Ramschir und Ahwas. Die Behörden der Provinz Buschehr meldeten ebenfalls einen Angriff.