Enders widerspricht BerichtKNDS weist Spekulationen über Verstaatlichung zurück

KNDS-Verwaltungsratschef Tom Enders hat einen Bericht über eine mögliche Komplett-Verstaatlichung des Panzerbauers zurückgewiesen.
"Es gibt keine Diskussionen über eine komplette Verstaatlichung von KNDS, und es gibt auch absolut keinen Grund dafür", sagte Enders am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. "Unsere unmittelbare Priorität bleibt der Börsengang." Das "Handelsblatt" hatte unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, Deutschland könne den 50-Prozent-Anteil der beiden deutschen Eigentümerfamilien auch komplett übernehmen, wenn der Börsengang im zweiten Anlauf im September nicht klappe. Das könne dem deutsch-französischen Konzern "Sicherheit geben", hieß es in dem Bericht.
"Die finanzielle Lage von KNDS ist äußerst solide, und das Unternehmen verfügt über einen umfangreichen Auftragsbestand", sagte Enders dazu. "Die schnellstmögliche Bearbeitung des Auftragsbestands von KNDS ist die operative Herausforderung für die kommenden Jahre. Staatliche Kontrolle kann dazu nichts beitragen." KNDS hatte den Börsengang im Juli verschoben, weil die Investoren nicht bereit waren, Aktien zu einer Bewertung zu zeichnen, die den Vorstellungen der Familien entsprach.