Siemens Mobility setzt auf KI im BahnverkehrKünstliche Intelligenz soll verspätete Züge schneller wieder in den Takt bringen

Ob im Zugbetrieb, bei der Reparatur oder dem Bau von Schienenstrecken: Künstliche Intelligenz spielt auch im Bahnsektor längst eine wichtige Rolle - was nach und nach auch die Fahrgäste merken sollen.
Die Technik könne etwa in den Leitstellen dabei helfen, verspätete Züge wieder schneller in den Takt zu bringen und die Auswirkungen auf den restlichen Zugverkehr zu reduzieren, sagte der Chef des Zugbauers Siemens Mobility, Michael Peter, bei der Eröffnungsfeier der Mobilitätsmesse Innotrans in Berlin.
Dort geht es um zahlreiche Innovationen, bei denen in der Regel KI im Mittelpunkt steht. Siemens-Wettbewerber Alstom etwa stellt auf der Messe seinen KI-Assistenten "Talk to my train" vor, der Instandhaltungsteams dabei helfen soll, Probleme an den Zügen schneller zu finden und zu reparieren.
Das System greift dabei auf bereits gesammelte Daten von Zügen, Signal- und Zugsteuerungssystemen und der Infrastruktur zurück. Die Reparatur soll auf diese Weise effizienter durchgeführt werden und die Züge schneller wieder im Einsatz sein.
"Die digitale Revolution wird dazu führen, dass der Zug in ein goldenes Zeitalter eintreten wird", sagte der neue Alstom-Chef, Martin Sion, vor der Messeeröffnung der "Frankfurter Allgemeine Zeitung". "Die Digitalisierung ermöglicht es, auf bestehender Infrastruktur deutlich mehr Züge fahren zu lassen und die Bahn noch zuverlässiger zu machen."