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Verteidigungsausgaben in LitauenLitauen plant bis zu 6 Prozent des BIP für Verteidigung bis 2030

17.01.2025, 15:24 Uhr
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Litauen ist Nato-Miglied. In dem Land kam es jetzt zu einem Unglück mit mehreren Flüchtlingen. (Foto: Pavel Golovkin/AP/dpa)

Litauen will in den Jahren 2026 bis 2030 fünf bis sechs Prozent seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung ausgeben. Der litauische Außenminister, Kestutis Budrys, begründete diese Entscheidung am Freitag mit den Worten: "Schwierige Zeiten verlangen mutige Entscheidungen und Führungsstärke". Der baltische Nato-Mitgliedstaat gilt als einer der stärksten Unterstützer der Ukraine in ihrem Verteidigungskampf gegen Russland.

Litauen fürchtet seit dem Überfall auf die Ukraine, selbst das Ziel einer russischen Invasion zu werden. "Die Wahrscheinlichkeit einer russischen Militäraggression bleibt real, aber sie ist nicht unausweichlich", sagte Litauens Präsident, Gitanas Nauseda, am Freitag vor Pressevertretern und fügte hinzu: "Wir müssen unseren Einsatz zur Stärkung unserer Verteidigungs- und Abschreckungsfähigkeiten deutlich erhöhen". In diesem Jahr plant Litauen zwischen drei und vier Prozent seines BIP für Verteidigung auszugeben.

In der Nato sind bisher Verteidigungsausgaben von mindestens zwei Prozent des BIP vereinbart. Einige Länder geben bereits mehr aus, etwa Polen, das im vergangenen Jahr 4,12 Prozent seines BIP für die Verteidigung bereitstellte. Der zukünftige US-Präsident Donald Trump, der am Montag sein Amt antreten wird, hatte zuletzt von Nato-Verbündeten verlangt, ihre Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent zu erhöhen.

Vilnius möchte sich mit der Erhöhung seines Militärbudgets auf alle Eventualitäten gefasst machen. "Unsere Sicherheit ist durch unsere Nato-Mitgliedschaft gewährleistet, aber sie wird nur dann wirksam sein, wenn wir bereit sind, uns selbst zu verteidigen", sagte Nauseda.

Quelle: ntv.de, AFP

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