Nach Sturzflut im HimalayaMehr als 1270 Tote in Nepal und Tibet geborgen

Nach der Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet im Himalaya ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 1270 gestiegen.
In Nepal wurden inzwischen 1252 Leichen geborgen, wie die Katastrophenschutzbehörde in Kathmandu am Donnerstag mitteilte. Chinesische Staatsmedien hatten zuvor 21 Tote in Tibet gemeldet.
Die Sturzflut hatte am Mittwoch vergangener Woche im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet ganze Ortschaften zerstört. Auf beiden Seiten der Grenze suchten Rettungsteams am Donnerstag weiter nach mehr als 4750 Vermissten. In Nepal werden nach Behördenangaben 4216 Menschen vermisst, chinesische Staatsmedien meldeten mehr 541 Vermisste in Tibet. Unter den Vermissten sind auch fast 600 Ausländer, von denen viele auf Trekking- oder Pilgerreisen im Himalaya unterwegs waren.
Ursache der Katastrophe war nach Einschätzung von Fachleuten aus China und den USA ein Gletscherabbruch am mehr als 7000 Meter hohen Berg Langtang Lirung in Nepal. Eine dadurch ausgelöste gigantische Flutwelle aus Wasser, Schlamm und Geröll schoss durch enge Flusstäler und riss auf beiden Seiten der Grenze Häuser, Straßen, Wasserkraftwerke und Menschen mit.