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EU-Arktis-Gipfel warnt vor Russland und ChinaMerz fordert Europa zu Geschlossenheit gegen wachsende Gefahren auf

14.09.2026, 13:25 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Auf dem EU-Arktis-Gipfel im finnischen Rovaniemi haben Staats- und Regierungschefs vor einer zunehmenden Gefahr durch Russland und China in der Region gewarnt.

"Ich kann nur an uns alle appellieren, diese Gefährdung ernst zu nehmen, in Europa zusammenzuhalten", sagte Kanzler Friedrich Merz am Montag. Er wolle mit seiner Teilnahme zeigen, wie ernst Deutschland die Lage nehme. "Wir sind Anrainer am Atlantik, wir sind Anrainer der Ostsee, und damit sind wir Teil dieses strategisch gefährdeten Teils Europas."

Gastgeber Petteri Orpo, finnischer Ministerpräsident, verwies darauf, dass die Großmächte China, Russland, aber auch die USA in der Arktis zunehmend präsent seien. Die Europäer müssten sich eng absprechen, um dagegen bestehen zu können. Er betonte, dass Finnland mit der Produktion von Eisbrechern in der Region einen Beitrag für die Nato-Staaten leisten könne. Hintergrund ist auch, dass die Europäer trotz der Nato-Zusammenarbeit mit den USA auch Washington als Bedrohung wahrnehmen. US-Präsident Donald Trump erhebt etwa Anspruch auf Kanada, Grönland und Island. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas kündigte eine neue Arktis-Strategie der EU an. Man müsse auf russische Bedrohungen vorbereitet sein.

Etliche Teilnehmer auf dem Gipfel in Rovaniemi wiesen auf die wachsende Bedeutung Chinas in der Region hin. Die chinesische Präsenz in der Arktis nehme zu, sagte etwa der litauische Präsident Gitanas Nauseda. "Bislang handelt es sich eher um einen forschungsbezogenen oder wissenschaftlichen Fußabdruck, doch in Zukunft könnten militärische Aktivitäten oder ein militärischer Fußabdruck folgen." Die Arktis-Region gilt für die Verkehrswege nach Amerika und Europa als strategisch wichtig. Zudem handelt es sich um eine rohstoffreiche Region, die sich durch den Klimawandel und das Abschmelzen riesiger Eisberge derzeit schnell verändert.

Quelle: ntv.de, rts

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