Kurznachrichten

Nach Sturzflut im HimalayaNiedrige zweistellige Zahl Deutscher in Nepal vermisst

28.08.2026, 12:09 Uhr
image

Nach der schweren Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und China wird eine niedrige zweistellige Zahl deutscher Staatsangehöriger vermisst.

Dies teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Freitag in Berlin mit. Die deutschen Botschaften in Kathmandu und Peking stünden mit den Familien der Betroffenen sowie den örtlichen Behörden in engem Kontakt, um deren Verbleib aufzuklären. Die Lage in der Katastrophenregion sei jedoch weiterhin unübersichtlich. Nach Angaben des Ministeriums hält sich derzeit eine niedrige dreistellige Zahl deutscher Staatsangehöriger in Nepal auf, in der betroffenen chinesischen Region Tibet sei es eine einstellige Zahl.

Die Bundesregierung stellt zudem finanzielle Unterstützung über internationale Hilfsfonds bereit, die maßgeblich von Deutschland mitfinanziert werden, wie der Sprecher weiter mitteilte. So gab der Katastrophenfonds der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften am Donnerstag 1,2 Millionen Dollar für das nepalesische Rote Kreuz frei. Weitere zwei Millionen Dollar fließen demnach über einen Notfallfonds der Vereinten Nationen (CERF) in die medizinische Grundversorgung und die Trinkwasserversorgung.

Direkte staatliche Hilfe lehnten die nepalesischen Behörden jedoch vorerst ab, sagte der Sprecher weiter. Sie hätten mitgeteilt, derzeit keine weitere internationale Unterstützung zu benötigen. Jüngsten Angaben zufolge kamen infolge der Sturzflut am Mittwoch mindestens 489 Menschen ums Leben, etwa 1000 werden noch vermisst. 

Quelle: ntv.de, rts

Regionales