Kreml lehnt begrenzte Waffenruhe abPeskow weist Selenskyjs Vorschlag für Feuerpause zurück

Moskau lehnt den erneuten Vorschlag des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ab, eine begrenzte Waffenruhe zu vereinbaren.
Präsident Wladimir Putin habe immer gesagt, "dass Russland sich einsetzt für einen dauerhaften Frieden, nicht für eine Waffenruhe, die im Grunde nichts bringt", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Staatsmedien zufolge.
Die Äußerungen Selenskyjs wertet der Kreml demnach als Zeichen dafür, dass es der Ukraine wirtschaftlich und an der Front immer schlechter gehe. Zudem warf Peskow Selenskyj vor, sich mal für ein Ende des Kriegs auszusprechen und mal neue Angriffe anzukündigen.
Das ukrainische Militär hatte zuletzt von Rückeroberungen im Donbass gesprochen. Selenskyj hatte am Vortag den Vorschlag einer begrenzten Waffenruhe bekräftigt. Die Ukraine sei zu entsprechenden Schritten bereit, wenn der ukrainische Energiesektor, kritische Infrastruktur und Lebensmittelexporte keine Ziele mehr für Russland seien. Damit reagierte er auf eine Äußerung von US-Präsident Donald Trump zu Gegenangriffen auf russische Raffinerien. Selenskyj will Trump am Rande der UN-Generaldebatte in New York treffen.
Die USA sehen sich als Vermittler in dem seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Ein Durchbruch gelang bislang jedoch auch Washington bei seinen Bemühungen nicht, auch weil Russland auf Maximalforderungen beharrt.