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Strenge AuflagenPutin genehmigt Verkauf von russischer UniCredit-Tochter

05.10.2026, 19:19 Uhr
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Russian President Vladimir Putin gestures speaking at the session of the Valdai Discussion Club in Moscow, Thursday, Oct. 1, 2026. (AP Photo/Pavel Bednyakov) (Foto: AP Photo/Pavel Bednyakov)

Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Verkauf des Russlandgeschäfts von UniCredit genehmigt.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Verkauf des Russlandgeschäfts von UniCredit genehmigt. Ein entsprechendes Dekret zur Umstrukturierung der Tochtergesellschaft der italienischen Großbank und zum anschließenden Verkauf der neu geschaffenen Einheit wurde am Montag auf der Website der russischen Regierung veröffentlicht. Die Transaktion bedurfte der Zustimmung des Präsidenten: Russland hat strenge Auflagen für Geschäfte mit Vermögenswerten von Investoren aus Ländern erlassen, die von der Regierung in Moskau als "unfreundlich" eingestuft werden.

UniCredit hatte im Mai eine unverbindliche Vereinbarung über den Teilverkauf mit einem etablierten privaten Investor aus den Vereinigten Arabischen Emiraten unterzeichnet. Das Institut plant, sein Russlandgeschäft in zwei Teile aufzuspalten. Es will die volle Kontrolle über den Zahlungsverkehrsbereich zur Abwicklung internationaler Zahlungen für nicht sanktionierte Firmenkunden behalten, während der nicht namentlich genannte Käufer aus den Emiraten den Rest übernehmen soll. Das Mailänder Geldhaus rechnet bei dem Geschäft nach vorherigen Angaben mit einer Ertragsbelastung von 3,0 bis 3,3 Milliarden Euro. Angaben zum Transaktionswert wurden nicht gemacht. UniCredit geht davon aus, das Geschäft in der ersten Hälfte des Jahres 2027 abzuschließen, sofern die erforderlichen Genehmigungen vorliegen.

Das Institut gehört neben der österreichischen Raiffeisen Bank International (RBI) und der ungarischen OTP zu den größten westlichen Geldhäusern, die ihre Geschäfte in Russland nach dem Einmarsch in die Ukraine trotz des Drucks europäischer Aufsichtsbehörden fortgeführt haben. Die Bank fuhr ihre Präsenz dort auf Druck der Europäischen Zentralbank (EZB) und der italienischen Regierung jedoch zurück. Ein Rückzug westlicher Finanzinstitute aus Russland ist seit dem Beginn des Ukraine-Krieges mit hohen Hürden verbunden. Unternehmen aus Ländern, die Sanktionen gegen Russland verhängt haben, müssen bei einem Verkauf in der Regel hohe Abschläge akzeptieren und eine Abgabe an den russischen Staat leisten.

Quelle: ntv.de, RTS

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