AufrüstungRheinmetall plant weiteres Wachstum am Wiener Lkw-Standort

Der Rüstungskonzern Rheinmetall will an seinem Lkw-Standort in Wien weiter wachsen.
"Im Augenblick ist angedacht, dass die Produktion auch noch weiter steigt", sagte Vorstandschef Armin Papperger bei einem Besuch von Bundeskanzler Christian Stocker in dem Werk. "Ich gehe davon aus, dass wir bis zu 1700 Menschen hier beschäftigen können." Derzeit zählt der Standort 1500 Mitarbeiter.
In dem Werk, das Rheinmetall als Gemeinschaftsunternehmen mit dem Fahrzeugbauer MAN betreibt, werden militärische Logistikfahrzeuge und gepanzerte Militär-Lkw produziert. Diese dienen als Basisplattformen, die später in anderen Werken etwa mit Artillerie- oder Flugabwehrsystemen ausgerüstet werden.
"Ich glaube, ich kann sagen, wir haben den stärksten Standort für den Bereich militärische Lkw hier in Europa", sagte Papperger. Die Fertigungsstätte hat eine Kapazität von bis zu 4000 Fahrzeugen im Jahr. Mehr als 90 Prozent der Produktion sei für den Export bestimmt, sagte Papperger. In den vergangenen fünf Jahren seien rund 50 Millionen Euro in die Modernisierung investiert worden.
Zur jüngsten Kursentwicklung der Rheinmetall-Aktie äußerte sich der Vorstandschef zuversichtlich. "Die Börse ist keine Einbahnstraße", sagte er. Der Aktienkurs und die Auftragslage korrelierten nicht immer. "Wir haben sehr gute Aufträge." Er sei der festen Überzeugung, dass die Aktie wieder steigen werde.