RüstungsindustriePistorius für stärkeres Engagement deutscher Firmen in der Ukraine

Die Bundesregierung will deutsche Unternehmen zu mehr Investitionen in die ukrainische Rüstungsindustrie bewegen.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) kündigte in Berlin an, den bestehenden Dialog mit der Wirtschaft hierfür gezielt zu erweitern. Bereits für die Zeit rund um die Sommerpause sei ein spezieller "Roundtable über weitere Joint-Venture-Perspektiven und das gegenseitige Lernen aus der Rüstungsindustrie" geplant, sagte er nach einem Treffen mit dem Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Peter Leibinger, sowie Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU).
Ein zentrales Ziel des neuen Formats sei es, Wege zu finden, wie ukrainische Unternehmen "weiter und besser finanziert werden können". Pistorius verwies darauf, dass Investoren aus anderen Regionen, etwa den Golfstaaten, bereits sehr aktiv seien. "Deutschland und deutsche Kapitalgeber können und müssen hier nach meiner Überzeugung noch stärker einsteigen", betonte der Minister.
Ziel sei eine engere Verzahnung, von der am Ende "beide Seiten und alle Streitkräfte" profitieren würden. Durch die geplanten Kooperationen soll nicht nur die ukrainische Verteidigungsfähigkeit gestärkt, sondern auch der technologische Austausch zwischen den Partnern intensiviert werden.