Mit "Fachwissen, Erfahrung oder in anderen Bereichen" Selenskyj bietet Deutschland nach Anschlagsversuch in Leipzig Unterstützung an

Nach dem versuchten Sprengstoffanschlag am Leipziger Flughafen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Deutschland Unterstützung angeboten.
Nach dem versuchten Sprengstoffanschlag am Leipziger Flughafen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Deutschland Unterstützung angeboten. Die Ukraine sei bereit, mit "Fachwissen, Erfahrung oder in anderen Bereichen" zu helfen, in denen Deutschland Unterstützung benötige, erklärte Selenskyj am Mittwoch nach einem Gespräch mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Merz sagte in dem Telefonat nach Angaben seines Sprechers zu, dass sich die Ukraine auf die entschlossene Fortsetzung der zivilen und militärischen Unterstützung Deutschlands verlassen könne. Der Kanzler habe den ukrainischen Präsidenten zudem über die Erkenntnisse der deutschen Behörden über Russlands Verantwortung für den hybriden Angriff auf den Flughafen Leipzig informiert.
Selenskyj erklärte im Onlinedienst X, ukrainische und deutsche Unterhändler stellten derzeit den Text eines geplanten Drohnen-Abkommens zwischen beiden Ländern fertig. Dieses werde Deutschland und der Ukraine "zusätzliche Verteidigungsfähigkeiten" verschaffen. Mit Merz habe er über den Inhalt der Vereinbarung und einen möglichen Zeitpunkt für deren Unterzeichnung gesprochen. Beide hätten ein persönliches Treffen vereinbart.
Selenskyj kündigte an, dass die Ukraine noch in diesem Monat neue Ausrüstung zur Luftverteidigung aus Deutschland erhalten werde. Er dankte Merz für die "beständige Unterstützung" Deutschlands und dessen Führungsrolle beim Schutz der Menschen in der Ukraine.
Die Bundesregierung hatte Russland am Dienstag für den versuchten Sprengstoffanschlag am Leipziger Flughafen vom 4. August verantwortlich gemacht. Dort war eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden, in deren Nähe sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge befanden. Berlin kündigte daraufhin am Dienstag unter anderem die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn und des Russischen Hauses in Berlin an.