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Auch Vermisste gemeldetSudan: Mindestens 60 Bergleute sterben bei Einsturz von Goldmine

16.09.2026, 11:55 Uhr
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Beim Einsturz einer Goldmine im Sudan sind nach Angaben von Überlebenden mindestens 60 Bergleute ums Leben gekommen. (Symbolbild) (Foto: picture alliance / Xinhua News Agency)

Beim Einsturz einer Goldmine im Sudan sind nach Angaben von Überlebenden mindestens 60 Bergleute ums Leben gekommen.

Zahlreiche weitere Menschen würden noch vermisst, sagten zwei Überlebende am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Es sei zu befürchten, dass sie unter den Erdmassen zu Tode gekommen seien.

Die Schächte der Al-Saraa-Mine in der Nähe der Stadt El-Nahud im Bundesstaat West Kordofan waren den Überlebenden zufolge am Dienstag eingestürzt. Bis Mittwochmorgen seien 60 Leichen geborgen worden.

"Wir wissen nicht, wie viele noch drin sind", sagte der Überlebende Chair al-Sajjed Dschabara, nachdem die Suche nach Verschütteten mit einfachstem Werkzeug die ganze Nacht über fortgesetzt worden war. Es fehle an schwerem Gerät, um Erde und Gestein aus dem Weg zu räumen, sagte er.

Im Sudan hatte im April 2023 ein Krieg zwischen der Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und der RSF-Miliz seines ehemaligen Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo begonnen. Beide Kriegsparteien finanzieren sich zu großen Teilen aus dem Handel mit Gold. Der Sudan ist eines der größten Gold-Förderländer Afrikas und verbuchte vergangenes Jahr beim Gold-Abbau ein Fünf-Jahres-Hoch von 70 Tonnen.

Wegen des Konflikts liegt Sudans Wirtschaft am Boden, die Arbeitslosigkeit ist hoch. Viele Arbeitslose machen sich daher auf die gefährliche Suche nach Gold. Viele arbeiten in stillgelegten Goldminen oder nicht offiziell ausgewiesenen Abbaugebieten wie etwa dem Gebiet um Al-Saraa. Es befindet sich im von der RSF-Miliz kontrollierten Bundesstaat West Kordofan.

Quelle: ntv.de, AFP

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