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KraftstoffpreisregulierungTschechien senkt Steuern auf Sprit und führt Preisdeckel ein

21.09.2026, 18:27 Uhr
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(Foto: picture alliance / Maximilian Koch)

Die tschechische Regierung hat infolge des Iran-Kriegs und der dadurch ausgelösten steigenden Spritpreise eine Preisobergrenze für Kraftstoff verkündet.

Die tschechische Regierung hat infolge des Iran-Kriegs und der dadurch ausgelösten steigenden Spritpreise eine Preisobergrenze für Kraftstoff verkündet. Zudem sollen die Verbrauchssteuer gesenkt und Raffinerien besteuert werden, teilte das Finanzministerium in Prag am Montag mit. "Die Regierung hat einen Vorschlag zur Wiederaufnahme der Kraftstoffpreisregulierung ab dem 1. Oktober gebilligt", erklärte die tschechische Finanzministerin Alena Schillerova.

Die Verbrauchsteuer auf Diesel werde zugleich "auf das nach EU-Vorschriften zulässige Minimum" gesenkt, fügte Schillerova hinzu.

Es ist bereits das zweite Mal seit Beginn des Iran-Kriegs, dass die Regierung unter Ministerpräsident Andrej Babis Maßnahmen zur Entlastung der Verbraucher ergreift. Bereits zwischen April und Juli hatten in Tschechien Preisobergrenzen für Sprit gegolten und die Verbrauchsteuern waren gesenkt worden.

Seit Beginn des Kriegs zwischen den USA und dem Iran in der Golfregion vor fast sieben Monaten sind die weltweiten Treibstoffpreise massiv angestiegen. Der Iran blockiert die Straße von Hormus für den Export von Rohöl aus den Golfländern.

Der durchschnittliche Diesel- und Benzinpreis an tschechischen Tankstellen lag im August bei 44,21 Kronen (1,81 Euro) pro Liter gegenüber 34,49 Kronen im August 2025, wie das Marktbeobachtungsunternehmen CCS mitteilte.

Schillerova erklärte, das Finanzministerium werde täglich Höchstpreise für Benzin und Diesel festlegen. Die Gewinnmarge für Tankstellen aus dem Kraftstoffverkauf solle auf 2,5 Kronen pro Liter gedeckelt und die Verbrauchsteuer auf Diesel von derzeit 9,95 Kronen auf etwa acht Kronen pro Liter reduziert werden.

Die Regierung werde zudem eine befristete Steuer für Erdöl-Raffinerien einführen. Raffinerien seien "ein Sektor, der vom Preisanstieg profitiert", sagte Schillerova.

Quelle: ntv.de, AFP

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