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Warnung vor RückschlägenUN sehen Fortschritte bei Ebola-Bekämpfung im Kongo

15.09.2026, 15:08 Uhr
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Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie im Osten des Kongo verzeichnen die Vereinten Nationen (UN) und die dortige Regierung erste Erfolge.

Es sei jedoch zu früh, um von einem Überschreiten des Höhepunkts zu sprechen, teilten UN-Vertreter am Dienstag in Genf mit. "Es bleibt eine tödliche und schwere Epidemie", sagte der UN-Sonderkoordinator für Ebola, Julien Harneis. Zwar gebe es in einigen Gebieten Fortschritte, in anderen stiegen die Fallzahlen jedoch weiter an. Nach Regierungsangaben vom Dienstag wurden bislang 7258 Fälle in sieben Provinzen bestätigt, 3510 Menschen starben. Es handelt sich um den zweittödlichsten Ausbruch der Krankheit nach der Epidemie in Westafrika in den Jahren 2014 bis 2016.

Der kongolesische Gesundheitsminister Samuel Roger Kamba sprach von ermutigenden Anzeichen. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen sei von rund 120 auf etwa 80 gesunken. Zehn der 62 betroffenen Gesundheitsbezirke hätten seit mehr als 22 Tagen keine neuen Fälle mehr gemeldet.

In der Provinz Ituri, wo die ersten Infektionen registriert worden waren, habe sich die Lage deutlich verbessert, erklärte der Direktor des Nationalen Instituts für biomedizinische Forschung, Jean-Jacques Muyembe. Er hoffe, dass die Epidemie bis Ende des Jahres überstanden sei.

Sorge bereitet den Helfern dagegen die Provinz Nord-Kivu, wo die Fallzahlen den UN zufolge schnell steigen. Die Situation dort sei wegen der komplexen Sicherheitslage, der hohen Bevölkerungsdichte und der hohen Bewegungsdynamik der Menschen alarmierend, sagte Thomas Paerisch von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen. Olivier le Polain von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte vor verfrühter Zuversicht.

Aus Erfahrung wisse man, dass eine Epidemie frühe Anzeichen einer Besserung zeigen und dann sehr schnell wieder aufflammen könne. Es werde noch viele Monate dauern und erhebliche Unterstützung erfordern, um den Ausbruch vollständig unter Kontrolle zu bringen, sagte er.

Quelle: ntv.de, rts

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