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Versuchter DrohnenangriffWadephul will neue EU-Sanktionen gegen Russland durchsetzen

02.09.2026, 10:30 Uhr
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(Foto: Soeren Stache/dpa)

Nach dem versuchten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle beraten die EU-Außenminister über weitere Sanktionen gegen Russland.

Bundesaußenminister Johann Wadephul kündigte vor Beginn eines Ministertreffens am Mittwoch in Irland umfangreiche Vorschläge für Strafmaßnahmen an. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte vor den Beratungen, die Tat weise alle Merkmale von staatlich unterstütztem Terrorismus auf. Die Staaten müssten ihre Reaktion auf die Eskalation der russischen Angriffe koordinieren.

In den kommenden Wochen solle gezielt an der Aufnahme weiterer Personen in die Sanktionsliste gearbeitet werden, sagte Wadephul. Er gehe davon aus, dass "eine große Zahl von Personen" betroffen sein werde. Der Minister betonte zudem die Geschlossenheit der europäischen Staaten und ihrer Partner wie Kanada. Zugleich forderte er eine verstärkte militärische Unterstützung für die Ukraine vor dem Winter, insbesondere bei der Luftverteidigung. Einige EU-Mitgliedstaaten hätten hier noch Reserven, über die nun gesprochen werden müsse.

Frankreich bestellte unterdessen wegen des Vorfalls den russischen Geschäftsträger in Paris ein, um zu protestieren. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot forderte zudem EU-Sanktionen gegen die russische Schattenflotte. Auch die finnische Außenministerin Elina Valtonen kündigte an, den russischen Botschafter in Helsinki einzubestellen.

Die Bundesregierung macht Russland für den Angriffsversuch Anfang August verantwortlich. Als Reaktion hatte Berlin am Dienstag unter anderem die Schließung des russischen Konsulats in Bonn sowie des Russischen Hauses in Berlin angeordnet.

Quelle: ntv.de, rts

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