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Feuer außer KontrolleWaldbrand bei Madrid breitet sich rasant aus

20.07.2026, 13:35 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa/EUROPA PRESS)

Der seit Donnerstag nordöstlich der spanischen Hauptstadt Madrid wütende Waldbrand hat sich weiter sehr schnell ausgebreitet.

Inzwischen seien 26.000 Hektar verbrannt, teilte der regionale Regierungschef der autonomen Region Kastilien-La Mancha, Emiliano García-Page, mit. Das ist doppelt so viel wie noch am Sonntag und entspricht in etwa 36.000 Fußballfeldern.

Der Politiker sprach von dem schlimmsten Waldbrand in der Geschichte der Region rund 60 Kilometer nordöstlich von Madrid. Die Windrichtung aus Südwest trieb die riesigen Rauchwolken jedoch nicht in Richtung der Hauptstadt, wo am Abend Hunderttausende die spanische Fußballnationalmannschaft nach ihrem Sieg bei der Weltmeisterschaft feiern wollten.

In der Waldbrandregion mussten inzwischen jedoch rund 1.200 Menschen aus 30 gefährdeten Ortschaften evakuiert werden, sagte García-Page. Die Einsatzkräfte zur Bekämpfung des Waldbrandes, der einen Umfang von 120 Kilometern habe, würden noch einmal verstärkt.

Da es im vergangenen Winter und Frühjahr in Spanien sehr viel Regen gab, wurde das Wachstum von Gräsern, Gestrüpp und Unterholz stark begünstigt. Diese brennbare Biomasse wirkt nun verdorrt durch die Hitze des Sommers wie Zunder in den Wäldern. Eine weitere erwartete Hitzewelle ab Dienstag mit Temperaturen um die 40 Grad droht die Lage weiter zu verschärfen.

Vor allem der starke Wind von rund 50 Kilometern pro Stunde fache die Flammen bisher unaufhaltsam immer wieder an. Die Feuerwand fresse sich mit einer Geschwindigkeit von teilweise vier Kilometern pro Stunde voran, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE.

Hunderte Einsatzkräfte waren am Boden damit beschäftigt, mit schwerem Gerät Brandschneisen anzulegen und die Flammen so einzudämmen. Unterstützt werden sie unter anderem von der Militärischen Notfalleinheit. Zudem sind Medienberichten zufolge rund 45 Löschflugzeuge und Hubschrauber im Einsatz. Bisher sei es gelungen, das Übergreifen der Flammen auf Ortschaften zu verhindern, teilten die Behörden mit.

Quelle: ntv.de, dpa

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