Wirtschaft

Chef vor die Tür gesetzt Abercrombie & Fitch zieht die Reißleine

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Unrühmlicher Abgang: Michael Jeffries.

(Foto: AP)

Zuletzt lief es bei Abercrombie & Fitch alles andere als rund. Im zweiten und dritten Quartal verzeichnet die US-Modefirma schlechte Ergebnisse. Nun muss ihr Chef Jeffries gehen. Die Anleger freuen sich darüber.

Die US-Modefirma Abercrombie & Fitch (A&F) trennt sich angesichts abstürzender Umsätze von ihrem langjährigen Chef Michael Jeffries. Der 70-Jährige trete mit sofortiger Wirkung zurück, auch von seinem Posten im Verwaltungsrat, teilte A&F mit. Jeffries hatte die Geschäfte seit 1992 geführt. An der Wall Street schnellte der Kurs der Aktie nach Bekanntwerden der Personalie um fast sieben Prozent nach oben.

Abercrombie & Fitch
Abercrombie & Fitch 30,86

Abercrombie & Fitch hatte erst im August nach einem enttäuschenden zweiten Quartal angekündigt, sein berühmtes Logo zu streichen. Der Umsatz im dritten Quartal brach dann aber um zwölf Prozent ein.

Die Firma suche nun einen Nachfolger für Jeffries, teilte A&F mit. In der Zwischenzeit sollen drei Manager und Verwaltungsratspräsident Arthur Martinez die Geschäfte führen. Jeffries selbst erklärte, es sei Zeit für eine neue Führung, um die Firma "in eine neue Entwicklungsphase" zu geleiten.

Abercrombie & Fitch, 1892 gegründet, war bei Schülern und Studenten in den USA lange eine angesagte Marke. Jeffries sorgte 2006 mit der Äußerung für Kritik, die T-Shirts und Jeans seien nur für "coole, gut aussehende Leute gedacht". In der Gunst der Jugendlichen und jungen Leute in Nordamerika sank das Ansehen der Marke zuletzt deutlich. Die Kleidung der großen Ketten wie H&M und Zara gilt als modischer und besser kombinierbar und ist zudem günstiger.

Die Firma verkauft seit 2007 ihre Kleidung in Europa, in Deutschland gibt es Läden in Düsseldorf, Hamburg und München. In den USA hat Abercrombie & Fitch 836 Filialen, im Rest der Welt 161. Tochtermarken sind Hollister und Gilly Hicks.

Quelle: ntv.de, wne/AFP

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