Wirtschaft

KfW-Kredit zurückgezahlt Adidas zahlt wieder eine Dividende

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Adidas will wieder die Aktionäre am Gewinn beteiligen.

(Foto: picture alliance / Global Travel Images)

Im vergangenen Jahr zapfte Adidas die staatliche Kreditbank KfW an. Im Gegenzug strich der Konzern den Aktionären die Dividende. Mit der kompletten Erstattung der Finanzhilfe sollen die Aktionäre wieder am Gewinn beteiligt werden.

Der weltweit zweitgrößte Sportartikelkonzern Adidas will für das abgelaufene Jahr wieder eine Dividende zahlen. Geplant sei die Ausschüttung von 3,00 Euro je Aktie, insgesamt also 585 Millionen Euro, teilte Adidas mit. "Dieser Vorschlag spiegelt das gestärkte Finanzprofil des Unternehmens sowie den positiven Ausblick des Managements für das Jahr 2021 wider", erklärte der Vorstand.

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Im vergangenen Jahr hatte der fränkische Konzern die eigentlich geplante Dividende von 3,85 Euro streichen müssen, weil er in der Coronakrise einen milliardenschweren Überbrückungskredit von der Staatsbank KfW brauchte. Die Rückzahlung der letztlich abgerufenen 500 Millionen Euro im Herbst machte eine Dividende wieder möglich.

Adidas hatte jüngst angekündigt, sich nach 15 Jahren von der Tochter Reebok zu trennen. Man sei zu dem Schluss gekommen, dass beide allein ihr Wachstumspotenzial deutlich besser ausschöpfen können, hieß es. Der fränkische Konzern hatte Reebok 2006 für mehr als drei Milliarden Euro gekauft - in der Hoffnung, dem größeren Konkurrenten Nike in den USA stärker Paroli zu bieten. Doch die Erwartungen erfüllten sich nie.

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Trotz einer Neuausrichtung auf die Fitness-Welle hatte die US-Marke nie die Wachstumsraten der Kernmarke Adidas erreicht. Mit 1,75 Milliarden Euro trug Reebok 2019 nur noch gut sieben Prozent zum Konzernumsatz bei. Reebok könne rund eine Milliarde Euro einbringen - in den Büchern stand die Marke nach einer weiteren Abschreibung zuletzt noch mit 842 Millionen Euro.

Am 10. März sollen die Pläne vorgestellt werden. Dabei dürfte es unter anderem um eine Beschleunigung der Online-Strategie gehen, die Adidas in der Corona-Pandemie angesichts geschlossener Läden vor einem stärkeren Einbruch bewahrt hatte. Mehr als vier Milliarden Euro setzt der Konzern - am Einzelhandel vorbei - bereits über seinen Internet-Shop um.

Quelle: ntv.de, jwu/rts