Wirtschaft

Buchungen für Kanaren möglich Aida sagt Mittelmeer-Kreuzfahrten ab

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Ein schöner, aber kostspieliger Anblick: Die Aida Perla liegt im Hamburger Hafen.

(Foto: picture alliance / Global Travel Images)

Mehr als ein Jahr steht die Kreuzfahrtbranche so gut wie still. Seit einigen Wochen testet sich Aida Cruises mit Rundfahrten rund um die Kanaren an einen Neustart heran. Der gelingt, doch weitere Angebote wird es vorerst nicht geben.

Der Kreuzfahrtanbieter Aida Cruises hat seine für Mitte Mai bis Anfang Juni geplanten Mittelmeerreisen wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Stattdessen werde die "Aida Perla" zu drei Fahrten rund um die Kanaren ab Las Palmas auf Gran Canaria aufbrechen, teilte das Unternehmen mit. Es bietet seinen Mittelmeer-Passagieren an, auf eine der Kanarenreisen oder eine spätere Reise umzubuchen.

Die "Aida Perla" ist bereits seit Mitte März als einziges Schiff der Flotte mit einer stark reduzierten Passagierzahl vor den Kanarischen Inseln unterwegs. Sie seien seit vielen Monaten eine der wenigen Urlaubsziele Europas mit konstant niedrigen Inzidenzwerten, sagt das Kreuzfahrtunternehmen. Zum Gesundheits- und Hygienekonzept an der Bord der "Aida Perla" gehörten ein PCR-Test vor der Anreise, regelmäßige Gesundheitschecks, umfangreiche AHA-Regeln und die medizinische Betreuung inklusive Testkapazitäten an Bord.

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Die Pandemie hat die Kreuzfahrtindustrie mehr oder weniger zum Stillstand und viele Anbieter in finanzielle Nöte gebracht. Aida Cruises hatte seine Reisesaison wegen der Ausbreitung des Coronavirus vergangenes Jahr im März und damit vor mehr als einem Jahr unterbrochen. Den angestrebten Neustart musste das Unternehmen seitdem mehrfach aufgrund von verlängerten, verschärften oder neuen Maßnahmen wie Reiseeinschränkungen verschieben.

Die US-amerikanische Aida-Mutter Carnival hatte aufgrund der Probleme am Mittwoch erneut ein Verlustquartal mit tiefroten Zahlen gemeldet, jedoch gleichzeitig Hoffnung auf ein starkes Comeback gemacht. Die Nachfrage nach Kreuzfahrten habe kräftig zugelegt, in den drei Monaten bis Ende Februar seien die Buchungen gegenüber dem vorherigen Vierteljahr um rund 90 Prozent gestiegen, teilte der Konzern aus Miami mit. Allerdings schloss der Kreuzfahrt-Riese das erste Quartal mit einem Minus von knapp zwei Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro) ab.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

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