Wirtschaft

"Arbeitnehmerfeindlich" Air-Berlin-Poker: Müller greift Ryanair an

Die insolvente Air Berlin verhandelt derzeit mit Lufthansa, Ryanair und Easyjet. Geht es nach Berlins Regierendem Bürgermeister Müller, ist ein Interessent aber bereits raus. An der irischen Billigfluglinie Ryanair lässt er kein gutes Haar.

Im Poker um die insolvente Air Berlin hat Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller eine Übernahme durch Ryanair deutlich abgelehnt und die irische Billigfluglinie scharf kritisiert. "Ryanair ist ein arbeitnehmerfeindliches Unternehmen. Das Geschäftsmodell ist frühkapitalistisch", sagte der SPD-Politiker dem "Tagesspiegel". Müller trifft sich im Lauf des Tages mit Air-Berlin-Betriebsräten.

Zugleich warb das Stadtoberhaupt mit deutlichen Worten dafür, der Lufthansa den Zuschlag zu geben."Ich glaube, es ist für alle Beteiligten unstrittig, dass bei mehreren seriösen Bewerbern die Lufthansa für Verlässlichkeit steht, auch weil sie ihr Geschäft am Luftverkehrsstandort Berlin ausgeweitet hat", sagte Müller. Der Standort Berlin wolle möglichst viele Verbindungen anbieten können. "Dafür steht die Lufthansa."

Nach Aussagen von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries verhandelt Air Berlin derzeit mit Lufthansa, Ryanair und der britischen Billiglinie Easyjet über Lösungen. Die Bundesregierung ist nach eigenen Angaben nicht an den Verhandlungen beteiligt.

Quelle: ntv.de, bad/dpa

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