Wirtschaft

"Team Gen 6"Airbus soll Allianz für neuen europäischen Kampfjet schmieden

09.06.2026, 12:29 Uhr
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Eurofighter am Himmel über München: Sie zählen derzeit zu den wichtigsten Luftfahrzeugen der deutschen Streitkräfte. (Foto: picture alliance / CHROMORANGE)

Die Idee eines deutsch-französischen Kampfjets im Rahmen des FCAS-Projekts ist kaum beerdigt, da kommen bereits andere Pläne ans Licht. Einem Bericht zufolge will sich Airbus mit Rüstungs- und Luftfahrtunternehmen zusammentun. Ihr Ziel: ein europäischer Kampfjet der sechsten Generation.

Eine Gruppe von acht Rüstungs- und Luftfahrtunternehmen unter Führung von Airbus plant einem Zeitungsbericht zufolge eine Allianz zur Entwicklung eines neuen europäischen Kampfjets. Das Bündnis mit dem Namen "Team Gen 6" solle noch in dieser Woche auf der Luftfahrtmesse ILA in Berlin vorgestellt werden, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Insider.

Neben der Rüstungssparte von Airbus seien Autoflug, Diehl Defence, Hensoldt, Liebherr, MBDA, MTU Aero Engines und Rohde & Schwarz beteiligt. Die Unternehmen hätten Kanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius in einem Brief über das Vorhaben informiert, hieß es in dem Bericht weiter.

Der Vorstoß folgt auf die Entscheidung von Deutschland und Frankreich, den Bau eines gemeinsamen Kampfflugzeuges im Rahmen des Projekts FCAS wegen anhaltender industriepolitischer Streitigkeiten nicht weiterzuverfolgen. Die neue Allianz wolle demonstrieren, dass die deutsche Industrie bereit sei, einen Kampfjet der sechsten Generation mit europäischen Partnern zu entwickeln, zitiert die Zeitung mit dem Projekt vertraute Personen.

Eine Möglichkeit wäre, die Zusammenarbeit mit dem FCAS-Partner Spanien fortzusetzen oder eine Partnerschaft mit Schweden einzugehen. Airbus, Hensoldt und Rohde & Schwarz lehnten der Zeitung zufolge eine Stellungnahme ab. Die übrigen Unternehmen sowie das Kanzleramt und das Verteidigungsministerium seien für einen Kommentar nicht zu erreichen gewesen.

Quelle: ntv.de, ghö/rts

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