Wirtschaft

Mehr Komfort im Flugzeug Airbus stellt Schlafkabinen vor

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Auf der Luftfahrtmesse AIF präsentierten Airbus und Zodiac ein Modell ihrer Schlafkabine.

(Foto: Airbus)

Gerade auf Langstreckenflügen gleicht das Schlafen noch immer einer Herausforderung. Um das zu ändern, will Airbus seinen Kunden ab 2020 Schlafcontainer mit richtigen Betten anbieten - ohne, dass das Ladevolumen der Maschinen darunter leidet.

Moderne Flugzeuge bieten auch in der Economy Class bereits deutlich mehr Komfort als betagtere Maschinen. Doch gerade auf Langstreckenflügen gleicht das Schlafen angesichts der unbequemen Sitzposition noch immer einer Herausforderung. An Bord von Airbus-Modellen sollen Passagiere mit diesem Problem schon in naher Zukunft nicht mehr konfrontiert werden - wenn sie das nötige Kleingeld haben.

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Airbus 117,84

Auf der Luftfahrtmesse Aircraft Interiors Expo (AIX) in Hamburg hat der Flugzeughersteller Airbus ein Konzept für Schlafcontainer vorgestellt. Diese sollen in Zusammenarbeit mit dem französischen Zulieferer Zodiac Aerospace entstehen und bei ausgewählten Airlines bereits ab 2020 zur Verfügung stehen. Ab dann können Fluggesellschaften die Container für neue A330-Modelle bestellen. Im Inneren der Jets dieser Reihe finden je nach Auslegung 300 bis 440 Passagiere Platz. Für den A350 XWB prüfen die Unternehmen eine ähnliche Lösung.

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Auch ein Kinderspielplatz an Bord eines Flugzeugs ist nicht länger ausgeschlossen.

(Foto: Airbus)

Laut Zodiac sollen die Schlafkabinen richtige Betten enthalten und im Frachtraum der Flugzeuge untergebracht werden. Sie sollen so konstruiert sein, dass sie gegen einen Aufpreis bei einem Zwischenstopp an Bord geladen werden können. Anschließend müssten lediglich Strom-, Wasser- und Luftzufuhr angeschlossen werden, heißt es. Gedankenspiele existieren demnach auch für Container, die einen Spielplatz für Kinder oder einen Konferenzraum für Geschäftsreisende beinhalten.

Das Frachtvolumen der Flugzeuge soll durch die Container nicht beeinträchtigt werden. Langstreckenflugzeuge böten zuweilen noch überraschend viel ungenutzten Raum, erklärt das Luftfahrtportal "Aerobuzz". Bei Großraumflugzeugen gebe es beispielsweise noch Platz über der Deckenverkleidung der Kabine, der wegen der niedrigen Resthöhe nicht sinnvoll für Passagiere genutzt werden könne. Auch seien die Frachträume bei vielen Langstreckenflügen nicht gefüllt, da Passagier- und Frachtaufkommen nicht immer identisch seien.

Airbus selbst bezeichnete die Entwicklung als Paradigmenwechsel der gewerblichen Luftfahrt zu mehr Komfort. Die ersten Modelle seien bei den Airlines sehr gut angekommen, sagte Geoff Pinner, der Chef des Kabinen- und Frachtprogramms des Flugzeugbauers.

Quelle: n-tv.de, chr

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