Wirtschaft

Zerschlagung von Air Berlin Airline kann Staatskredit wohl zurückzahlen

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(Foto: dpa)

Um Air Berlin während der Verkaufsverhandlungen in der Luft zu halten, stellt der Bund 150 Millionen Euro bereit - die im Zweifel der Steuerzahler zahlen müsste. Doch dieses Szenario wird wohl verhindert: Lufthansa und Easyjet bieten deutlich mehr.

Der Verkauf der insolventen Air Berlin soll einem Zeitungsbericht zufolge 250 bis 350 Millionen Euro einbringen. Davon gehe der Gläubigerausschuss aus, berichtete die "B.Z." unter Berufung auf Unternehmenskreise. Mit dem Geld solle der 150-Millionen-Euro-Kredit der Bundesregierung zurückgezahlt werden.

Air Berlin
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Dem Bericht zufolge soll die Lufthansa die Frachttochter von Air Berlin, LG Walter, bekommen. Die 38 Maschinen, die Lufthansa bereits von Air Berlin geleast hat, sowie bis zu 40 weitere Flugzeuge, die Lufthansa kaufen will, sollen demnach in die LG Walter überführt werden. Der britische Billig-Flieger Easyjet soll laut dem "B.Z."-Bericht die Air-Berlin-Tochter Aeronautics erhalten.

Demnach gibt es noch ein Problem, weil es bei Lufthansa und Easyjet eine Reihe von Überschneidungen bei Start- und Landerechten gebe. Dieses Problem solle bis Montag gelöst werden. Dann tagt der Aufsichtsrat von Air Berlin. Im Anschluss will die Airline über den Stand des Verkaufs informieren. Donnerstagabend hatte das Unternehmen mitgeteilt, es verhandle mit Lufthansa und Easyjet, und zwar noch bis zum 12. Oktober.

Die Tochter Air Berlin Technik mit rund 850 Beschäftigten soll laut "B.Z." wahrscheinlich an die Berliner Firma Zeitfracht gehen. Sie solle sich dann für Lufthansa und Easyjet um deren Flugzeuge in Berlin und möglicherweise in Düsseldorf kümmern. Die Bieterfrist für Air Berlin Technik war bis zum 6. Oktober verlängert worden.

Insgesamt umfasst die Flotte von Air Berlin 144 Flugzeuge. Die Airline beschäftigt mehr als 8500 Menschen. Die Beschäftigten sollen dem Bericht zufolge am Montag in Berlin und am Dienstag in Düsseldorf auf Betriebsversammlungen informiert werden.

Quelle: ntv.de, chr/AFP