Wirtschaft

Erleichterung über Rettungsfonds Aktien europäischer Banken holen auf

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Auch die Aktie der Deutschen Bank profitiert von der guten Stimmung in dem Sektor.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Einigung auf einen milliardenschweren Fonds zur Rettung von Italiens Krisenbanken beflügelt die Aktien europäischer Kreditinstitute. Im Eurozonen-Index findet sich neben italienischen Geldhäusern auch ein deutsches unter den Top-Werten.

Angesichts der Einigung auf einen Rettungsfonds für die italienischen Banken haben die europäischen Finanzwerte weiter Boden gutgemacht. Societe Generale, Intesa Sanpaolo, Unicredit und Deutsche Bank führten gegen Mittag mit Kursgewinnen von mehr als sieben Prozent die Gewinnerliste im Euro-Stoxx-50 an. Der europäische Bankensektor legt 4,8 Prozent zu.

In Italien war zu Wochenbeginn ein milliardenschwerer Fonds zur Rettung der Krisenbanken des Landes aufgelegt worden. Der römische Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan erklärte der Zeitung "Il Sole 24 Ore", die EU und die EZB würden den Fonds nicht blockieren. Am Dienstag war die Erleichterung über die Einigung am Nachmittag verpufft.

US-Bilanzen mit Spannung erwartet

Die beiden größten italienischen Bankhäuser, Intesa Sanpaolo und die HypoVereinsbank-Mutter UniCredit, sollen jeweils eine Milliarde Euro zum Fonds beisteuern. Damit sollte sichergestellt werden, dass die Mehrheit am Fonds bei privaten Investoren liegt und es sich nicht um eine unerlaubte staatliche Hilfe handelt. Der Staat spiele bei dem Fonds keine Rolle, sagte Minister Padoan. Daher sehe er kein Risiko, dass mit dem Fonds gegen europäische Gesetze verstoßen werde.

Die Aktien der Monte dei Paschi, der Banco Popolare, der Ubibanca und der Banco Popolare Milano stiegen in Mailand um vier bis fünf Prozent. Mit Spannung warteten die Investoren zudem auf die Bilanzen der US-Banken in dieser Woche. Am Nachmittag wollte JP Morgan als erste Großbank ihre Geschäftszahlen vorlegen. Experten erwarten wegen der Kursturbulenzen zum Jahresauftakt enttäuschende Ergebnisse zum ersten Quartal.

Quelle: n-tv.de, kst/rts

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