Wirtschaft

Erster Bericht nach der Spaltung Alcoa lässt das Minus schmelzen

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(Foto: AP)

Der US-Aluminiumriese Alcoa kann die Verluste im ersten Quartal nach der Aufspaltung eingrenzen. An der Wall Street kommen die Zahlen gut an. Analysten sehen sich in ihren Annahmen bestätigt. Der Aktienkurs zieht an.

Der US-Aluminiumriese Alcoa hat im ersten Quartal nach seiner Aufspaltung rote Zahlen geschrieben. In den drei Monaten bis Ende Dezember stand unter dem Strich ein Verlust in Höhe von 125 Millionen Dollar (117 Millionen Euro), wie der Konzern am Vorabend nach US-Börsenschluss mitteilte.

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Im Vorjahreszeitraum hatte der Alu-Preisverfall noch ein deutlich höheres Minus von 826 Millionen Dollar verursacht. Auf um Sonderfaktoren bereinigter Basis verdiente Alcoa nach eigenen Angaben 26 Millionen Dollar.

Die Erlöse wuchsen im fortgeführten Geschäft um neun Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar. Damit konnte Alcoa beim Umsatz die Erwartungen der Analysten übertreffen. Der Konzern profitierte unter anderem von höheren Aluminiumpreisen. Im nachbörslichen Handel legte die Alcoa-Aktie kräftige 4,5 Prozent zu. Für dieses Jahr prognostiziert das Unternehmen eine um vier Prozent höhere Aluminium-Nachfrage.

Der Konzern hatte sich im vergangenen Jahr aufgespalten. Stichtag war der 1. November 2016. Das Geschäft mit technologisch anspruchsvolleren Produkten war von der Herstellung von Rohmaterialien in die neue Gesellschaft Arconic ausgelagert worden. Dieses vom deutschen Top-Manager Klaus Kleinfeld - dem vorherigen Alcoa-Chef - weitergeführte Unternehmen will seine ersten eigenständigen Ergebnisse am 31. Januar veröffentlichen.

Die klassische Verhüttungssparte führt weiter den Namen Alcoa. Die Spezialalu-Schwester Arconic konzentriert sich auf hochwertige Aluminium- und Titanlegierungen für Fahrzeug- und Flugzeugbau sowie für die Bauindustrie.

Quelle: ntv.de, jve/dpa/rts