Wirtschaft

Wirtschaft wächst langsamer Altmaier streicht wohl Prognose zusammen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Gemengelage ist unverändert wirtschaftsunfreundlich. Brexit und Handelskonflikte lähmen die Unternehmen. Dass es nicht zu trübe aussieht, liegt zu einem großen Teil an den Verbrauchern. Deren Kauflaune bleibt unverändert gut.

Mit Blick auf die Entwicklung der deutschen Wirtschaft setzt sich die Reihe der Prognosesenkungen fort und erreicht nun auch die Bundesregierung. Kommende Woche wolle Berlin seine Vorhersage auf 0,5 Prozent zusammenstreichen, berichtet Reuters unter Berufung auf einen Insider. Das wäre nur noch halb so viel wie zuletzt erwartet. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute kalkulieren derzeit mit 0,8 Prozent.

Für 2020 rechne Wirtschaftsminister Peter Altmaier dann mit 1,5 Prozent Wachstum, hieß es in den Regierungskreisen weiter. Auch etliche Wirtschaftsforscher sagen dann eine spürbare Belebung des Wachstums voraus. Allerdings begründen viele dies allein mit mehr Arbeitstagen durch eine zumindest für Arbeitnehmer ungünstigere Lage der Feiertage. Das Wirtschaftsministerium, das die Prognosen nächsten Mittwoch präsentieren will, wollte sich zunächst nicht zu den Informationen äußern.

Im aktuellen Monatsbericht spricht des Ministerium derweil davon, dass die deutsche Wirtschaft von einer schwachen Weltkonjunktur gedrosselt werde. Allerdings stützt die Binnenkonjunktur. Dennoch erwartet das Ministerium keine längere Schwächephase, da wichtige binnenwirtschaftliche Auftriebskräfte weiterhin "intakt" seien.

"Die Beschäftigung und die Einkommen steigen und sorgen für eine Ausweitung der privaten Konsumausgaben. Hinzu kommen noch expansive fiskalische Maßnahmen, von denen neben den privaten Haushalten auch die staatlichen Konsumausgaben und Investitionen profitieren", heißt es in dem Monatsbericht weiter. "Auf die etwas weitere Sicht sind die Weichen daher in Richtung Erholung gestellt. Die globale Wirtschaft wird ihre aktuelle Schwäche nach und nach überwinden und auch der heimischen Industrie wieder günstigere Absatzperspektiven bieten." Die Hauptriskofaktoren seien unverändert die internationalen Handelskonflikte und der ungeklärte Brexit.

Grund zum Optimismus liefert dagegen die Binnenkonjunktur. Das Ministerium geht von einer Belebung der privaten Konsumausgaben im laufenden Quartal aus. Zudem rechnen die Experten um Altmaier weiter mit einer guten Entwicklung am Arbeitsmarkt, auch wenn der Gangart etwas moderater werden wird.

Quelle: n-tv.de, jwu/rts/DJ

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