Wirtschaft

Chipkonzern senkt Prognose leicht Anleger halten zu Infineon

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Infineon verweist darauf, dass das Marktumfeld schwächer werde.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Münchener Chiphersteller Infineon rechnet damit, seine Wachstumsziele in diesem Jahr leicht zu verpassen. Das verprellt die Investoren zunächst. Einige Börsianer sehen dagegen gerade jetzt den richtigen Zeitpunkt zum Einstieg.

Infineon hat mit seinem Zwischenbericht einige Anleger zunächst enttäuscht. Die Aktien des Chipkonzerns brachen zeitweise um bis zu fast vier Prozent ein. Der Ausblick sei schwächer als gedacht ausgefallen, sagte ein Händler. Das Infineon-Management verwies auf ein schwieriger werdendes Geschäftsumfeld. Man rechne nur noch mit einem Umsatzplus am unteren Ende der angegebenen Spanne von 34 bis 38 Prozent, teilte Konzernchef Reinhard Ploss bei der Vorlage des Zwischenberichts mit.

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Einige Börsianer rieten aber, die Aktienschwäche zu Käufen zu nutzen. DZ-Bank-Analyst Harald Schnitzer erklärte, Infineon bleibe auch 2016 auf gutem Kurs. So grenzten Infineon am Vormittag ihre Verluste ein und lagen mit 10,44 Euro sogar leicht über dem Vortageskurs.

Im abgelaufenen, dritten Geschäftsquartal hat Infineon in den Segmenten eine Rendite von 15,4 Prozent erzielt, eine Steigerung von 2 Prozentpunkten zum Vorjahr. Wegen der starken Schwankungsanfälligkeit durch konjunkturelle Einflüsse ist in der Chipbranche der Vergleich mit dem Vorquartal üblich, weniger mit dem Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz stieg um 7 Prozent auf 1,59 Milliarden Euro. Zum Vorjahr betrug das Wachstum enorme 43 Prozent. Das lag aber daran, dass der Milliardenzukauf International Rectifier im Vorjahr noch nicht zum Konzern gehörte. Er wird seit dem 13. Januar in der Bilanz konsolidiert. Das dritte Quartal war also das erste, welches das US-Unternehmen komplett enthielt. Das Konzernergebnis stieg auf 109 Millionen Euro von 65 Millionen Euro im Vorquartal.

Quelle: ntv.de, mbo/rts/DJ