Wirtschaft

Hohe Geldbußen möglich Apple Pay soll EU-Kartellstrafe drohen

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Das digitale Bezahlsystem Apple Pay soll gegen das EU-Kartellrecht verstoßen.

(Foto: picture alliance / Frank May)

Apple öffnet seinen Bezahldienst bislang nicht für Rivalen. Wettbewerbshüter haben den Tech-Konzern deshalb seit einiger Zeit im Visier. Die EU-Kommission soll beabsichtigen, eine Kartellstrafe zu verhängen - einzelne Beschwerdepunkte könnte sie schon im kommenden Jahr an Apple senden.

Apple droht Insidern zufolge in der Europäischen Union eine Kartellstrafe wegen seines Bezahldienstes Apple Pay. Das könne letztlich zu einer hohen Geldbuße führen und den US-Konzern dazu zwingen, sein mit Hilfe der Kurzfunktechnologie NFC funktionierendes Bezahlsystem auch für Rivalen zu öffnen, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die EU-Wettbewerbshüter hatten Apple vergangenen Sommer in zwei separaten Verfahren ins Visier genommen und prüfen seither unter anderem, ob Apple Pay gegen EU-Regeln verstößt. Bisher weigern sich die US-Amerikaner, das System für Konkurrenten zugänglich zu machen. Einem der Insider zufolge arbeitet die EU-Kommission derzeit an Beschwerdepunkten, die Apple im kommenden Jahr zugesendet werden könnten. Dabei geht es in der Regel um Wettbewerbsverstöße. Die EU-Kommission wollte keine Stellung nehmen. Apple war zunächst nicht erreichbar.

Im Streit über die geschäftlichen Spielregeln hat der iPhone-Konzern zuletzt im September eine rechtliche Niederlage hinnehmen müssen - damals ging es um den Apple App Store. Ein Bundesgericht in Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien urteilte, dass Apple den Entwicklern bei den Bestimmungen zur Bezahlung der Apps und Services entgegenkommen muss.

In dem Verfahren Apple gegen den Spieleentwickler Epic entschied Richterin Yvonne Gonzalez Rogers, dass Apple den Entwicklern nicht verbieten könne, in ihren Apps Schaltflächen oder Links einzubauen, die Kunden auf andere Zahlungsmöglichkeiten außerhalb des Apple-eigenen In-App-Kaufsystems verweisen. Das Urteil besagt auch, dass Apple den Entwicklern nicht verbieten könne, mit Kunden über Kontaktinformationen zu kommunizieren, die die Entwickler bei der Anmeldung innerhalb der App erhalten haben.

Quelle: ntv.de, lve/rts/dpa

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