Wirtschaft

Saudi-Konzern leitet Öl umAramco: Weltmarkt fehlt eine Milliarde Barrel Öl

10.05.2026, 14:06 Uhr
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Saudi Aramco verstärkte seine Ost-West-Pipeline. (Foto: picture alliance/dpa/TASS)

Die Blockade der Straße von Hormus sorgt weltweit für Lieferschwierigkeiten. Niedrige Lagerbestände verstärken die Belastung. Die weltweit größte Erdölfördergesellschaft Aramco zeigt, dass selbst eine rasche Wiedereröffnung den Markt nicht sofort normalisieren würde.

Dem Weltmarkt fehlen nach Einschätzung des saudi-arabischen Ölkonzerns Saudi Aramco wegen des Iran-Kriegs rund eine Milliarde Barrel Öl aus den vergangenen zwei Monaten. Selbst wenn die Lieferungen wieder anliefen, werde es dauern, bis sich die Energiemärkte stabilisierten, sagte Aramco-Chef Amin Nasser. Die weltweite Energieversorgung ist durch die iranische Blockade der Straße von Hormus stark eingeschränkt worden, was das Angebot verknappt und die Preise in die Höhe getrieben hat.

"Unser Ziel ist einfach: den Energiefluss aufrechtzuerhalten, auch wenn das System unter Druck steht", erklärte Nasser. Zuvor hatte Aramco für das erste Quartal einen Anstieg des Nettogewinns um 25 Prozent auf 32,5 Milliarden Dollar gemeldet. Die Wiedereröffnung der Routen sei nicht gleichbedeutend mit einer Normalisierung eines Marktes, sagte Nasser. Jahrelange Investitionsdefizite hätten die Belastung der ohnehin niedrigen weltweiten Lagerbestände zudem verschärft.

Um die Straße von Hormus zu umgehen, nutzt Aramco verstärkt seine Ost-West-Pipeline und transportiert Rohöl von seiner Ostküste am Persischen Golf zum Roten Meer. "Unsere Ost-West-Pipeline, die ihre maximale Kapazität von sieben Millionen Barrel Öl pro Tag erreicht hat, hat sich als entscheidende Versorgungsader erwiesen und hilft dabei, die Auswirkungen eines weltweiten Energieschocks abzumildern", erklärte Nasser.

Quelle: ntv.de, raf/rts

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